Publish.MinistryOfInternet.eu

Reader

Read the latest public posts from Publish.MinistryOfInternet.eu.

from Star Trek Tagebuch

StarTrekTagebuch, 3. Eintrag TNG S01F04 (Code of Honor): SpoilerAlert

Ok, diese Folge ist eine, bei der man beobachten kann, wie viel subtiler Rassismus, selbst in den späten 80ern, Einzug in Serien findet. Auch wenn StarTrek, meines Wissens nach, als seiner Zeit voraus gilt, was das angeht, finden sich leider in dieser Folge etliche rassistische Motive, auf welche ich hier, neben der restlichen Handlung, hinweisen will.

Die Folge spielt bei Ligon II, deren Einwohner als sehr menschenähnlich aber weniger fortschrittlich angekündigt werden und, wie sich herausstellt, alle schwarz sind.

Die Ligoner werden optisch mit einer bunten Mischung aus Steampunk und traditionell-afrikanischer Kleidung dargestellt. Darüber hinaus baut sich ihre Kultur um einen strikten Ehrenkodex auf, im Gegensatz zur rational-wissenschaftlichen Kultur der Menschen von der Erde.

Als ob der Topos des “edlen Wilden” damit nicht schon genug bedient wäre, wird Lt. Yar von ihrem Anführer entführt, der sie heiraten(!) will. Seine bisherige 1. Frau (natürlich haben Ligoner auch Vielehen) ist davon nicht begeistert und fordert Yar zum Duel.

Ein kleiner Twist zur bisherigen Darstellung der Ligoner ist ihre Gesellschaftsstruktur. Es stellt sich heraus, dass es Frauen sind, die sich die Männer aussuchen und nicht umgekehrt, da sie in der Gesellschaft das gesamte Land und die Reichtümer besitzen. Den Ehemännern kommt dabei die nur Rolle des Beschützers und “Regenten” zu (obwohl, wie sich zeigt, die Ligonerinnen durchaus in der Lage sind zu kämpfen), der aber abgesetzt wird, sobald die reichste Frau sich einen neuen Partner erwählt. Am Ende gelingt es der Crew der Enterprise, das Duel ohne tödliche Verluste auf beiden Seiten zu beenden und einen seltenen Impfstoff (der Grund weshalb sie eigentlich bei Ligon II sind) zu erhalten, ohne die Prime Directive zu verletzen. Zur Prime Directive: Da ich mich ja von sämtlichen Wikis oder anderen Spoilern fernhalte, weiß ich bisher nicht, was die Prime Directive (so was wie das Grundgesetz der Sternenflotte?) genau besagt. Jedenfalls konnte die Crew der Enterprise dadurch nicht einfach ihre fortschrittlichen Waffen einsetzen, um die Ligoner zur Aufgabe zu zwingen, sondern musste sich auf ihre Spielregeln einlassen, was mir zuerst ziemlich unlogisch vorkam.

Wahrscheinlich geht es darum, weniger entwickelten Zivilisationen, keine fortschrittliche Technologie in die Hände zu geben, oder auch nur zu zeigen, da man die Auswirkungen nicht kontrollieren kann (erinnert mich an das Problem mit den Kroganern im Mass Effect Franchise).

Und noch etwas ist mir aufgefallen, dass ich vielleicht in den nächsten Folgen noch durchblicke: Die Farben der Uniformen. Ich weiß, dass in TOS Spock blau trägt, Kirk gelb und das die Crewmitglieder mit roten Uniformen immer erschossen werden. In TNG trägt Picard rot (und wird offensichtlich nicht erschossen), genauso wie Riker und La Forge – Data, Worf und Yar tragen gelb und Dr. Crusher trägt Blau, bei Troi scheint es zu wechseln.

Ich versuche mir die ganze Zeit einen Reim darauf zu machen, was die Farben bedeuten. Ich dachte an gelb für Lieutenant, rot für irgendwas über Lieutenant (was ist dann mit Kirk?) und blau für non-militaries, also Wissenschaftler, Ärtzte oder Berater? Whatever, vielleicht kann mir jemand sagen ,ob ich da auf dem Holzweg bin.

Als Fazit lässt sich sagen, dass man an dieser Folge sieht, dass auch StarTrek ein Produkt seiner Zeit und keineswegs frei und unbeeinflusst von rassistischen und kolonialen Sterotypen ist. Ich finde es jednfalls, bei aller Liebe zu der Serie, wichtig, so etwas zu erkennen und zu reflektieren.🖖

 
Weiterlesen...

from Kaffeediffusion

Der Gnome-Desktop bleibt kontrovers: Einerseits ist das Projekt eines der fortschrittlichsten in der gesamten Gemeinschaft freier Software, egal, was Designkonzepte von heute und morgen oder auch die unterliegenden Technologien angeht: Gnome scheint in die Zukunft zu schauen und visionär antworten zu wollen.

Anstatt wie KDE oder Xfce die klassische Metapher einer grafischen Oberfläche für Desktop- und Laptopsysteme zu bedienen, geht Gnome einen eigenen Weg, der sich mal mehr, mal weniger an den bekannten Ansätzen von IBM, Microsoft, Apple oder Unix zu orientieren scheint. Gnome ist dabei eindeutig wiederzuerkennen, hebt sich von der Masse ab, ist kein Duplikat. Doch was zunächst als Vorteil erscheinen mag, kann Gnome auch schnell auf die Füße fallen, spätestens seit der intitialen Veröffentlichung der dritten Generation des Zwergendesktops.

Die Beständigkeit, die sich anhand der zweiten Generation der Oberfläche nachvollziehen lässt, ist aus heutiger wie damaliger Sicht kaum noch bemerkbar, wenn man sich die Ideen von Gnome 3 vor Augen führt. Gleich geblieben ist bis heute aber das Mantra des „weniger ist mehr“, dass Gnome heute wie kein anderer Desktop verinnerlicht hat.

Dabei ist Gnome nicht sonderlich leichtgewichtig, auch nicht unausgereift oder funktionslos; nein, die Optionen, die der Desktop bietet, werden bloß sehr selektiv angezeigt: Beispielsweise kann ein einfarbiger Hintergrund in Gnome v3.38 lediglich über die gsettings-Datenbank gesetzt werden, nicht über eine offizielle grafische Oberfläche. Erweiterungen, die Gnome de facto zu einem der anpassungsfähigsten Desktops machen, sind in den meisten Fällen inoffizielle, wenn auch sehr beliebte Lösungen, die allerdings schon nach einem einzigen Update der Vergangenheit angehören können:

Gnome hat seine eigene Meinung, wie der GNU/Linux-Desktop zu betrachten und zu benutzen ist; dabei macht man sich nicht immer Freunde, große Neuerungen werden zumindest bei einigen nicht mit der Euphorie wahrgenommen, die man ihnen womöglich doch zugestehen sollte: Gnome ist kontrovers.

Meine persönliche Beziehung zur Zwergenoberfläche ist dabei ebenso ambivalent: Einerseits kommt mir Gnome sehr vollständig vor, andererseits fehlen an manchen Ecken und Enden die Dinge, die ich dort erwartet hätte. Sicherlich bietet Gnome eine vollständig Umgebung verschiedenster Anwendungen, und doch ist diese nicht so vollständig wie z.B. bei KDE.

Xfce ist und bleibt eine der beständigsten Umsetzungen der Desktop-Idee, Gnome bleibt ein interessanter Ansatz. Mich zu begeistern schaffen beide Projekte immer wieder, mich festzulegen fällt mir aber auch sehr schwer. Und dann ist da natürlich noch der Mate-Desktop, der als Fortsetzung des mittlerweile Abgelösten Gnome v2 eine ebenfalls konsistente und entgegen vieler Meinungen durchaus daseinsberechtigte Oberfläche für den Laptop und Desktop bietet.

Sich festzulegen fällt mir immer wieder schwer, wenn es um die verschiedenen Oberflächen geht, auch da sich alle stets zu verbessern scheinen. GNU/Linux lebt zu einem nicht zu unterschätzenden Teil von seiner Community, also auch von dem Herzblut, das in die einzelnen Projekte fließt, von der Zeit, die die Entwickler und Beitragenden den Projekten nicht selten ehrenamtlich spenden.

Nur wegen eigenwilligen Bedienkonzepten in eine Welle der Shitstorms zu verfallen, halte ich für schwierig, wenn auch nachvollziehbar. Jede Idee hat ihren Preis, jede Implementierung ihre Schwächen. Jeder Desktop seine Fehlerchen und Macken.

Ich habe mir heute wiedereinmal Debian 11 mit Gnome v3.38 installiert und bin doch angetan von den Konzepten, die die Oberfläche umsetzt. Sicherlich ist Gnome nicht zu ein- aber damit auch nicht zu verstellbar wie KDE, sicher ist Gnome auf den ersten Blick nicht so leichtgewichtig wie Xfce, und doch bieten sich auf dem grafischen Kobold einige Vorteile: Die Umsetzung von virtuellen Arbeitsfläche ist bei Gnome beispielsweise noch immer besser als bei den meisten anderen Oberflächen; mit besser meine ich dabei subjektiv besser: Die Arbeitsflächen von Gnome sind standardmäßig dynamisch, das heißt nur dann vorhanden, wenn sie auch wirklich gebraucht werden. Dabei vermittelt aber gerade das Konzept der Aktivitäten den Eindruck, man solle diese doch einfach einmal stärker in den eigenen Benutzungsfluss einbauen: Und ja, das funktioniert sehr angenehm.

Besonders interessant sind auch die Tastenkürzel, die Gnome von Beginn an ausrollt: So werden etwa die im Dash verankerten Favoriten mit einer Nummer versehen. Daraufhin können sie mit der Tastenkombination Super+[Nummer] ausgeführt werden: Wenn also der erste Starter ein Terminal ist, kann dieses einfach mit Super und ‚1‘ gestartet werden. Darauf muss man ersteinmal kommen, immerhin sind diese Starter dabei dynamisch besetzbar, wechseln also ihre Belegung, wenn ich die favorisierten Anwendungen umsortiere – sehr interessant, sehr praktisch.

An dieser Stelle möchte ich auch noch ein paar Worte zu dem Wechsel verlieren, den Gnome seit der in Debian 11 enthaltenen Version 3.38 vollzogen hat: Ab Gnome 40 ist man im Projekt von der Gnome-v3-typischen vertikalen Anordnung der Arbeitsflächen zu einer klassischeren horizontalen Auslegung gewechselt.

Diese Änderung sehe ich persönlich als Fluch und Segen zugleich; einerseits ist das horizontale Verhalten im Wesentlichen doch intuitiver, andererseits erhöht man so auch die Mauswege dramatisch, soll das Dash dann doch noch einmal erreicht werden.

Auf einem realen Schreibtisch legt man Dokumente, an denen man gerade nicht arbeitet natürlich auch eher zur Seite als nach hinten, andererseits ist auch die Frage, ob diese Analogie auf einem digitalen Schreibtisch sonderlich sinnvoll ist.

Möchte ich in Gnome v43 das Dash ohne Zuhilfenahme der Super-Taste erreichen, muss ich bekannter Weise zunächst den Mauszeiger in die obere linke Ecke schleudern, kann ihn dann aber nicht einfach an der linken Bildschirmkante entlangwandern lassen, sondern muss zuerst den halben Bildschirm abfahren, um an die untere Bildschirmkante zu gelangen.

Fairerweise muss man dazusagen, dass sich die Beschleunigung der Maus dabei sehr zu Nutze machen lässt, was die Mauswege an sich dann doch verringert. Auch die verbesserte Unterstützung für Touchpads hilft auf einem Laptop schon sehr. Außerdem nutze ich die hauseigenen Erweiterungen „Anwendungs-“ und „Orte-Menü“, die die obere Leiste logisch und sinnvoll erweitern. Glücklicherweise sollten diese bei Versionsaktualisierungen auch nicht kaputt gehen, immerhin kommen sie direkt von Gnome selbst.

Wie dem auch sei: Gnome ist und bleibt spannend, ob ich den Desktop langfristig einsetzen möchte, weiß ich noch nicht, allerdings ist er immer wieder einen Blick wert, und das entgegen der landläufigen Meinungen.

Gnome läuft unter Debian sehr flüssig, Anwendungen starten wesentlich schneller als unter KDE, teilweise auch flotter als unter Xfce; das Bedienkonzept ist sicherlich gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich einmal darauf eingelassen hat, macht es dann doch viel Spaß. Was die zukünftigen Entwicklungen angeht, die das Gnome-Projekt in absehbarer Zeit einschlagen wird, bin ich noch unentschlossen, nichtsdestotrotz aber offen für Neuerungen. Was ich genau von libadwaita, GTK4 und den vielen anderen, manchmal dann doch visionären Ansätzen des Projekts halten soll, wird die Zukunft schon zeigen. :D

 
Weiterlesen...

from Kaffeediffusion

In der letzten Zeit sind Web-Dienste, die auf künstlichen neuronalen Netzwerken, landläufig künstliche Intelligenzen genannt, immer bekannter geworden. Besonders hervor stechen dabei die künstlichen Künstler, Algorithmen also, die anhand bestimmter angegebener Kriterien und einer entsprechenden Datenbank Bilder generieren — in einem bestimmten Stil, zu einem bestimmten Thema, mit einer unbestimmten Intention. Ich persönlich weiß nicht, was ich davon halten soll:

Einerseits sind derartige Dienste wirklich faszinierend, die Möglichkeiten, die sich dadurch ergeben scheinen unergründlich und irgendwie endlos, auch wenn natürlich klar ist, dass eine kI immer nur so “gut” sein kann, wie die Gesamtheit an Daten, mit denen sie gefüttert wurde. Die Frage ist: Geht die kI über diese Gesamtheit hinaus? Ist sie in der Lage, Informationen durch neuartige Kombinationen zu neuen Daten umzuformen? Ich weiß es nicht, in bin bei diesem Thema nun wirklich kein Experte, ich habe nicht das nötige Wissen, derartige Dienste und Ansätze zu bewerten, egal ob in technischer oder künstlerischer Hinsicht.

Aber auch ich mache mir dazu meine Gedanken; allein schon weil sich kI-en so ein gutes Stück in die öffentliche Wahrnehmung meines Umfelds geschoben haben, gerade im Netz. Ich frage mich, ob künstliche Intelligenzen dieser Art ein Segen sind: Lebt nicht gerade Kunst davon, neu Erschaffen zu werden, zumindest in dem Glauben, eine vermeintlich eigene Idee kreativ umzusetzen? Lebt Kunst nicht zumindest in Teilen davon, die Intentionen der Künstlerin widerzuspiegeln? Ich weiß es nicht.

Der neue heiße Kot scheint, nach der Umsetzung künstlicher Kunst, die Ummodellierung eigener Text durch eine kI zu sein: Caschy's Blog thematisierte neulich zum Beispiel “DeepL Write”, das eigene Texte “verbessern” soll. Einfach einen Abschnitt markieren, einfach einen “besseren” Stil reingedrückt bekommen. Ich. Weiß. Nicht. Was. Das. Soll!

Kann eine künstliche Intelligenz nicht auch nur so schlecht funktionieren, wie der Durchschnitt seiner Datengrundlagen? Warum wird es ernsthaft als Verbesserung gehandelt, wenn eine vielleicht angeschimmelte Datenbank, die deswegen auf einmal Beine bekommen hat, einen charackterlosen Stil in jeden Text presst, jede Individualität für einen vermeintlichen Vorteil aufgibt? Wie soll das ablaufen?

Sage ich dann: Joa, liebe kI, schreibe das bitte in meinem Stil um, ach nee warte, den habe ich ja schon vor zwei Monaten an dich abgegeben; dann schreibe mir das bitte im unschlagbaren Stil eines Tweets von Donald Trump, der kann doch auch mit inhaltlichem Kot total viele Leute für sich gewinnen; liebste kI, sei doch so gnädig. Amen.

Merkt ihr selbst, oder??

 
Weiterlesen...

from Parsa

در حالی که افراد بی‌شماری در سرتاسر جهان برای استفاده از برنامه محبوب موسوم به واتس اپ ثبت‌نام کرده‌اند، اخیراً اطلاعات جدیدی در مورد این محصول کشف شده است که ممکن است شما را وادار به تجدید نظر در این مورد کند.

این سرویس پیام‌رسان اخیراً مورد انتقاد قرار گرفته است زیرا گزارش‌هایی مبنی بر دسترسی اشخاص ثالث (Third parties) به پیام‌های ارسال شده از طریق این پلتفرم و سرورهای شرکت منتشر شده است. در حالی که سازمان به شدت این ادعاها را رد کرد، هنوز هم تعدادی از دلایل وجود دارد که چرا همه باید استفاده از این برنامه را متوقف کنند.

مشکل از این واقعیت ناشی می شود که این برنامه به کاربران خود فشار می آورد تا از چت های خود در سرویس های ابری شخص ثالث نسخه پشتیبان تهیه کنند. در حالی که آنها سعی می کنند این را به عنوان یک رویکرد ایمن پنهان کنند، در عوض اطلاعات خصوصی شما را در معرض خطر قرار می دهد. در اینجا شش دلیل اصلی وجود دارد که چرا هر کاربر واتس اپ باید فوراً استفاده از این برنامه را متوقف کند.

۱. این برنامه کاربران خود را گمراه می‌کند

بیشتر چت‌های واتس اپ بدون رمزگذاری ذخیره می‌شوند، به این معنی که آنها لزوما خصوصی نیستند. با این حال، کاربر معمولی بر اساس روشی که برنامه عموم را گمراه می کند، متوجه این موضوع نمی شود. متأسفانه، به دلیل اینکه برنامه بیان می کند که از رمزگذاری سرتاسری استفاده می کند، به بسیاری از کاربران احساس امنیت کاذب می دهد.

۲. واتس اپ داده های خصوصی کاربران را در معرض خطر قرار می‌دهد

واتس اپ در واقع کاربران را تشویق می کند تا داده های خصوصی خود را در معرض منابع شخص ثالث قرار دهند. رابط کاربری این برنامه به طور خاص برای پشتیبان گیری از پیام ها طراحی شده است. این برنامه به‌جای دریافت یک پاپ‌آپ که از شما می‌پرسد آیا می‌خواهید از اطلاعات خود نسخه پشتیبان تهیه کنید یا نه، به سادگی از شما می‌پرسد که هر چند مدت می‌خواهید نسخه پشتیبان تهیه کنید. در حالی که می‌توانید به تنظیمات بروید و انتخاب کنید که «هرگز» نمی‌خواهید از این داده‌ها نسخه پشتیبان تهیه شود، اکثر کاربران یکی از چند گزینه اول موجود را انتخاب می‌کنند و در نهایت از تمام اطلاعات خصوصی خود نسخه پشتیبان تهیه می‌کنند.

۳. بیشتر پیام‌های واتس‌اپ بدون رمز ذخیره می‌شوند

اکثر پیام‌های واتس‌اپ در واقع بدون رمزنگاری ذخیره می‌شوند. حتی برای کاربران آیفون که چت های خود را در فضای ابری ذخیره می کنند، خطر بیشتری وجود دارد. این بدان معناست که پیام ها در برابر درخواست های دولتی آسیب پذیر هستند. این به این دلیل است که ادغام iCloud فشرده‌تری برای کاربران اپل وجود دارد و این برنامه حتی درخواست‌های رابط کاربری بیشتری برای آیفون دارد.

4. حتی پیام های حذف شده شما در معرض خطر هستند

حتی کسانی که «پاک کردن همه چت‌ها» را انتخاب می‌کنند و تصمیم به حذف پیام‌های خود می‌کنند، لزوماً از در معرض خطر قرار گرفتن پیام‌هایشان در امان نیستند. این پیام های حذف شده همچنان قابل خواندن هستند. گزارش‌های حاوی پیام‌های حذف شده همچنان به iCloud ارسال می‌شوند و برای همیشه در آنجا ذخیره می‌شوند. بله، حتی پیام‌هایی که حذف می‌کنید همچنان در برابر درخواست‌های داده آسیب‌پذیر هستند.

5. Metadata شما می تواند به فیس بوک منتقل شود

علاوه بر اینکه پیام های شما با واتس اپ در معرض خطر هستند، هنگام استفاده از این برنامه، ابرداده (Metadata) شما نیز در معرض خطر است. زمانی که این دو شرکت یک معامله 19 میلیارد دلاری انجام دادند، متأسفانه اطلاعات بسیاری از کاربران در معرض خطر قرار گرفت. ابرداده اطلاعاتی است مانند اینکه با چه کسی چت می کنید، چند وقت یکبار چت می کنید و در کدام چت های گروهی عضو هستید. این اطلاعات توسط واتس اپ ذخیره می شود و همچنین به راحتی به فیس بوک منتقل می شود. حتی بدتر از آن برای کاربران این است که شما نمی توانید از این نیز انصراف دهید.

6. چت های گروهی شما تقریباً تضمین شده است که در فضای ابری ذخیره می‌شوند

در حالی که اکثر کاربران حتی متوجه نمی شوند، وقتی شروع به استفاده از چت های گروهی می کنند، تقریباً اطمینان هست که چت آنها در فضای ابری ذخیره می شود و راهی برای انصراف وجود ندارد.

در چت‌های گروهی سه نفره از طریق سرویس پیام‌رسانی، به احتمال 87.5 درصد چت در فضای ابری ذخیره می‌شود و با افزایش اعضایی که به چت گروهی می‌پیوندند، این تعداد افزایش می‌یابد. برای گروه های پنج نفره نزدیک به 97 درصد و برای گروه های هفت نفره 99 درصد است. به زبان ساده، عملاً چیزی به نام چت گروهی رمزگذاری شده در واتس اپ وجود ندارد.

نتیجه

واتس‌اپ با چنین رویکرد نادرستی برای ایمن نگه داشتن اطلاعات مشتریان خود، اطلاعات خصوصی بسیاری از افراد را به طور ناخواسته در معرض خطر قرار داده است. در حالی که این شرکت سعی کرده است مردم را متقاعد کند که اشخاص ثالث نمی توانند به این پیام ها دسترسی داشته باشند، آنها در واقع می توانند پیام های واتس اپ شما را بخوانند. هر زمان که برای استفاده از این برنامه وارد سیستم می شوید، این اطلاعات مهم ایمنی را در ذهن داشته باشید.

خبر خوب این است که برنامه های دیگری نیز وجود دارند که می توانند به راحتی جایگزین واتس اپ شوند و همچنان خدمات پیام رسانی ایمن مورد نیاز کاربران را ارائه دهند. اپلیکیشن‌هایی مانند تلگرام بیش از 100 میلیون کاربر دارند، بدون در نظر گرفتن ویژگی‌های امنیتی تقویت‌شده‌ای که مشتریان برای حفظ امنیت اطلاعات خود به آن نیاز دارند.

نظر شما در مورد کاری که واتس اپ انجام می دهد چیست؟

این مقاله توسط من از این مقاله تحت لیسانس AGPLv3 ترجمه شده.

 
بیشتر بخوانید...

from Star Trek Tagebuch

StarTrekTagebuch, 2. Eintrag TNG S01F03 (The Naked Now):

(natürlich SpoilerAlert)

Im Gegensatz zur 1. Folge, wurde es jetzt etwas humorvoller.

Soweit ich es verstanden habe, bewirken die Verschiebungen in der Gravitation eines sterbenden roten Zwerges die Entstehung von Alkohol im Stoffwechsel der Crewmitglieder. Was mir unklar ist, warum das nicht alle Crewmitglieder gleichermaßen betrifft, sondern sich wie ein Virus verbreitet. Whatever.

Auch dachte ich zuerst, dass es ein Protokoll gibt, nach dem in solchen Fällen einer Epidemie, vor allem wenn sie den Verstand betrifft, das Kommando automatisch an Lt. Commander Data geht, da er ja nicht befallen werden kann. Das stellt sich aber als falsch raus und Data wird auch befallen (was ein ziemlicher Konstruktionsfehler ist, wenn ihr mich fragt). Speaking of ma'boy Data: es stellt sich heraus, dass er eine vollumfängliche Koitus-Funktion hat! Das wirft viele Fragen auf:

  1. Warum? Ernsthaft. WARUM?!

  2. Hat er auch einen Sexualtrieb? Bzw. hat er irgendwas davon?

  3. Wie kann ich mir das Debugging eines solchen Moduls vorstellen? Trial and error mit freiwilligen Testpersonen?

  4. (das kommt bestimmt in späteren Folgen, deshalb eher rethorisch) Wie viel freien Willen hat Data? Könnte ihn ein Captain auch zu ihrem/seinem Sexsklaven machen?

  5. Wo finde ich die Fanfictions dazu?

Ok, genu von Data, auch für einige andere Crewmitglieder bietet diese Folge viel Charakterentwicklung (in vino veritas):

La Forge, obwohl er mit seinen Google-Glasses das gesamte elektromagnetische Spektrum wahrnehmen kann, sehnt sich nach der limiterten Sicht biologischer Augen.

Yar, die knallharte Sicherheitschefin, ist insgeheim ein Fashion-Girl und sexuell sehr aufgeschlossen. Generell scheint Alkohol alle Frauen in StarTrek promiskuitiv werden zu lassen.🤔

Troi ist einfach nur next-level-Emo.

Und auch bei Wesley stelle ich keine große Veränderung fest. Immer noch nerviger Teenager, der am Ende den Tag rettet (wobei sie eigentlich erst durch ihn ernsthaft in Gefahr geraten sind). Abgesehen, das die Wirkung von Alkohol natürlich maßlos übertrieben dargestellt wurde, frage ich mich, ob er in der utopischen Zukunft von StarTrek immernoch so selbstverständlich konsumiert wird?

Das wars für heute. Und denkt dran: Don't drink and fly spaceships. 🖖

 
Read more...

from Star Trek Tagebuch

StarTrekTagebuch 1. Eintrag TNG S01F01 (Encounter at Farpoint, Teil 1 & 2):

Auf geht's: (und natürlich Spoiler-Alert)

Was ich gleich zuerst feiere ist die nicht gerade subtile Gesellschaftskritik. Als Picard das Verhalten der Menschheit des 2. Jahrtausend als “childish behavoir” bezeichnet, welches längst überwunden ist.

Nachdem der erste cringe überwunden ist, startet die erste Folge schon hochphilosophisch. Ist eben dieses Verhalten eines brutalen und räuberischen Primaten die menschliche Natur, oder sind wir darüber hinausgewachsen? Q, ein Wesen das scheinbar wesentlich weiter auf der Kardaschow-Skala steht, spielt hier den Richter.

Als Test steht die Lösung des Rätsels auf der Farpoint-Station (einfallsreicher Name) and deren Bewohner, die Bandi (was keine Menschen sind?), welche sich um Mitgliedschaft in der Starfleet bewerben.

Als ob die Folge noch nicht genug übermächtige Spezies hat, spielen auch noch zwei Formwandler-Spacequallen eine Rolle, aber genug zu Handlung.

Was ist mein erster Eindruck:

Picard ist weniger der strahlende (amerikanische) Held sondern eher ein kühler und rationaler Profi und Diplomat, der sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt. Da bin ich schonmal angenehm überrascht. Auch sonst ergänzt sich die bisher vorgestellte Crew sehr gut.

Es ist zwar erst die erste Folge, aber ich glaube ich habe mit Commander Data schon meinen Lieblingscharakter gefunden. Ich hatte ihn erst für einen Vulcanier und Discount-Spock gehalten (wobei ich da wohl nicht der einzige bin). Ich liebe ja Stories über menschenähnliche KIs, gerade, wenn sie nicht Skynet-mäßig bösartig sind. Am Ende haben Picard und seine Crew Q's moralischen Test bestanden und Q verschwindet (vorerst).

Ok, das wars mit meiner ersten Review und ich kann sagen, ich wurde von der ersten Folge schonmal alles andere als enttäucht.🖖

 
Read more...

from Kaffeediffusion

Momentan gehen Datenleaks und zugehörige DSGVO-Bußgelder durch die Techie-Presse, betroffen sind dabei insbesondere Twitter und Meta (formerly known as Facebook). Wenn es also im Sicherheit der eigenen Daten geht, sind die ehemals großen unsozialen Netzwerkplattformen alles andere als vertrauenswürdig — im Gegenteil.

Und doch diskutiert meine Blase momentan über etwas anderes: Die Sicherheit im Fediverse, die Verantwortung, die die Betreiber einzelner Instanzen auf sich nehmen.

Ich kann gut nachvollziehen, dass eine Fediverse-Instanz, sobald eine gewisse Größe erreicht ist, schnell über den Kopf der Betreiber/innen herauswachsen kann; klar ist auch, dass jeder, der Fediverse-Dienste nicht auf einem eigenen Server hostet ein gewisses Maß an Kontrolle abgibt und umso mehr Vertrauen gegenüber Instanzhostern aufbringen muss.

Trotzdem halte ich das Fediverse unterm Strich für wesentlich angenehmer, was die bleibe der eigenen Daten angeht: Die meisten Fedi-Dienste sind auf Privatsphäre getrimmt, standardmäßig. Das hebt sie auch von ihren proprietären Mitbewerbern ab.

Wer soziale Medien nutzen und gleichzeitig ein Mindestmaß an Kontrolle wahren oder erweitern möchte, wird an freien Plattformen nicht vorbei kommen.

Die Plattformen des Fediverse sind in dieser Hinsicht der momentane Platzhirsch — auch wenn das große Webseiten vielleicht nicht wahrhaben wollen.

Wer seine eigenen Daten im Netz behalten und eben nicht am Eingang abgeben möchte, sollte meiner Ansicht nach auf Dezentralität setzen: Der Exodus, die Abwärtsschleife, in der sich Twitter nunmehr seit Wochen befindet zeigt das ganz deutlich.

Daten auf zentralisierten Plattformen hängen von der Sicherheit des jeweiligen Dienstes ab, auf Gedeih und Verderb sind die Nutzenden diesem ausgeliefert. Um in der Metapher der “Plattform” zu bleiben: Auf einer proprietären Plattform sammeln sich alle Nutzenden, werden dabei aber nur von einem Stützpfeiler gehalten. Sollte dann ein wild gewordener oder gebliebener Multimilliardär anfangen, aus Spaß die Säule Tag für Tag ein Stückchen weiter zu zersägen, sollte zu denken geben.

Im Fediverse stehen wir zwar auch auf einzelnen Plattformen, von denen wir abhängen. Nur gibt es davon eben nicht nur eine. Wenn Plattform A in den Abgrund stürzt, können wir zumindest noch rechtzeitig unsere Sachen packen und auf Plattform B springen. Ein Twitter-Nutzer kann das nicht von sich behaupten.

Zusammengefasst bietet das Fediverse drei wesentliche Vorteile:

  • die Freiheit und Offenheit des Quellcodes erlauben Überprüfungen auf Vorteile, Mängel, Schwachstellen und Sichtungen des Getriebes
  • die Dezentralität verhindert den vollkommenen Verlust eines persönlichen sozialen Netzwerks
  • die Option, selbst zu hosten kann Nutzerinnen und Nutzern eine vollständige Kontrolle über die eigenen Daten gewährleisten, sollte das nicht der Fall sein, sind sie zu einer hohen Wahrscheinlichkeit selbst schuld

Um es nocheinmal zu Wiederholen: Die Nutzerinnen und Nutzer von Plattformen wie Twitter oder Facebook können diese elementaren und essentiellen Vorteile nicht genießen; im Fediverse hängt, so meine Sicht auf die Dinge, aber auch einiges davon ab, wie die wesentlichen Vorteile genutzt werden.

Als nicht-Entwickler fällt es sicherlich schwer, den Quellcode vollständig oder zumindest an den wichtigen Stellen nachzuvollziehen, doch die anderen beiden Vorteile kann jeder Fediverse-Freund, wenn er denn nur will, für sich (und andere) umsetzen:

Seit dem Twitter-Exodus wird die Dezentralität des Fediverse immer wichtiger zu betonen, die Performance-Probleme von mastodon.social können dahingehend als akutes Warnzeichen verstanden werden.

Die Option, selbst zu hosten ist meiner Ansicht nach noch nicht genug erforscht und diskutiert worden. Ich persönlich sehe meine entsprechenden Fähigkeiten als (noch) nicht ausreichend, perspektivisch bin ich aber durchaus interessiert daran. Eine einsteigerfreundliche Debatte dazu im Fediverse würde diesem sicherlich nicht schaden.

Einen Einstieg in das Fediverse kann jeder relativ leicht bekommen, indem er sich auf der nächstbesten Mastodon-Instanz anmeldet. Das Potential des Fediverse kann in seiner Gänze aber nur genutzt werden, wenn entsprechende Vorteile erkannt und individuell aber auch kollektiv in die Tat umgesetzt werden.

Meine Meinung. :)

 
Weiterlesen...

from Kaffeediffusion

Wer sich nicht nur passiv, das heißt konsumierend am Internet, konkret dem Web beteiligen möchte, der scheint heute kaum drumherumzukommen, Menschen zu vertrauen.

Einen eigenen Server aufzusetzen ist natürlich nicht sonderlich schwierig, sich langfristig um die Sicherheit zu kümmern scheint aber zeitintensiv werden zu können.

Wenn ich mir überlege, einen eigenen Webserver aufzusetzen, sprich einen alten Laptop zweckzuentfremden, machen sich in meinem Kopf vor allem Gedanken der Unwissenheit breit: Bin ich überhaupt bewandert genug, dauerhaft für einen Server sorgen zu können?

Kann ich modernen Sicherheitsstandards gerecht werden oder zumindest potentielle Seitenbesucher nicht in digitale Gefahr bringen?

Fragen über Fragen, von denen ich nicht weiß, ob ich sie allesamt richtig beantworten könnte. Sicherlich wäre es ein sehr lehrreiches Unterfangen, doch mal einen Server zu pflegen anstatt immer auf fremden Diensten rumzulungern.

Mit dem System an sich hätte ich auch kein Problem, immerhin benutze ich Debian, was ein wunderbares Serversystem abgeben kann, auch täglich auf dem Desktop.

Im Gegenteil: Mit Debian bin ich an sich schon vertraut, und das eben nicht nur mit der grafischen Oberfläche. :D Nur die darüber liegenden Softwareebenen verunsichern mich, gerade was die verschiedenen Webserver angeht.

Vielleicht kennt jemand hier eine gute Webseite, auf der ein paar nützliche Informationen aufgezählt sind. Gerade, da ich gerne statische Websites schreibe, möchte ich mich noch nicht vollständig von dem Thema verabschieden.

Bei Ideen freue ich mich über elektronische Post an .

 
Weiterlesen...

from Admin notes

I have disabled direct registration on this instance a few weeks ago – right before the current influx of new users on the Fediverse.

Good timing, I guess.

I tried to keep manually deleting all these spam posts, but it was to much too handle (or more: I was too lazy to check the database regularly for new spam posts).

The current registration system is working out great for the moment. People even add some introduction/CV on their mails – and they are all great. I never required this (nor do I plan to require it in the future), but it is very lovely. 🧡 Thanks!

BTW: There was a new #WriteFreely release a few days ago and I'm planning to update this instance soon™.

~ Jan

 
Read more...

from Kaffeediffusion

Heute erschien auf Übermedien.de ein kurzer Absatz, in dem die nette Redaktion erklärt, wie die letzte Ausgabe des ZDF Magazin Royale zu verstehen sei: Es handelt sich dabei um die Sendung, in der die FDP satirisch mit der RAF verglichen wird.

In der Annahme, dass das relativ einfach zu verstehen sei und natürlich auch ohne die vermutlich sinnlose Diskussion dazu auf Twitter zu kennen, war ich doch schon relativ verwundert, dass erst ein paar Medienjournalisten kommen müssen, um ihrem Publikum zu erklären, wie eine Böhmermann-Satire zu verstehen sei.

Wie auch immer, über den Kern der Satire geht der Übermedien-Artikel nicht hinaus; sicherlich, das mag man bewusst so gewählt haben, doch zu diesem Thema lässt sich noch viel mehr sagen.

Warum spricht man beispielsweise nicht auch einmal den verschobenen Begriff von Radikalität und Extremismus an, den man in der aktuellen Debatte wieder und wieder antrifft?

Es gibt eben keine feste Definition extremer Positionen; ein Politikverständnis nach dem Hufeisenschema ist schon seit Jahren veraltet: Extreme Positionen lassen sich nicht pauschal als solche einordnen und können selbst wenn sich jemand anmaßt, das doch zu tun, nicht in die Kategorien “links” und “rechts” eingeteilt werden.

Das politische Spektrum ist und bleibt zu vielschichtig und vielfältig, eine solche General- und Pauschalisierung möglich zu machen.

Radikal meint, so meine Definition, stark vereinfacht ausgedrückt, ein Problem an der Wurzel zu packen und eben nicht nur an der Oberfläche zu kratzen. Das sagt auch schon das Wort und vor allem sein Stamm “Radi-” aus.

Wer die FDP ernsthaft als linke Partei bezeichnet, kann von mir aus getrost als politische Knalltüte bezeichnet werden; wer aber eine entsprechende Satire veröffentlicht, und das ist in einem Satiremagazin keine Seltenheit, kritisiert einen wichtigen Punkt der politischen Diskussionskultur dieser Tage valide:

Die Mitte kann genauso extrem sein, wie Linke oder Rechte, sollte man darunter eine starke Veränderung gesellschaftlicher Strukturen verstehen. Ob das dann radikal ist, ist, wie ich bereits versucht habe, zu erklären, nicht sonderlich leicht zu beurteilen.

Das Satire heute eine Erklärung braucht, lässt sich meiner Ansicht nach aber leicht einordnen: Das ist einfach traurig.

#politik

 
Weiterlesen...

from Aisha Sie

Note: this is going to be a fairly disjointed collection of thoughts that have been bubbling in my head for years. Contrary to my official blog at aishasie.nl, I aim for this one to be much more train-of-thought, so expect posts to be a lot more unpolished.

I've known all my life that I was “other” – whether by the color of my skin and foldless shape of my almond eyes, the quiet shy nature of my personality, our Asian family dynamics that differed so much from my Dutch peers, the range of my nerdy interests and hobbies, my having online friends before being online was considered cool – so somewhere along the way, I stopped expecting to fall within the norm of anything. I stopped expecting being anything than “other”.

It's not that I didn't care, not yet anyway. In fact I would say that part of my shyness was that I did care about all this quite a bit and thus was ashamed of what made me “other” in whatever social context that was then most relevant, preferring to stay out of the limelight to keep anyone from noticing.

But there was a hard line inside me somewhere that said, at a young age, despite that shame, despite that awkwardness – I was not going to be able to turn myself white no matter what I did, and any previous attempts by myself at being or others at encouraging me to be an extrovert or non-nerd have been entirely futile anyway.

So I was going to stop trying to be “normal”, and just be me. Just “other”.

With the online friends from the mid 90's onwards (I was 11 when my older brother first introduced me to old school bulletin boards and IRC) also came the far more diverse social circles than I would have had, had I been limited to only those social connections in my little city (not Amsterdam) in my little country the Netherlands. Through online means (from IRC to web forums to ICQ to MUSH servers) I had friends all over the world of all different stripes.

And since, again, at that time being active online was still seen as a nerdy totally socially unacceptable thing to do, we were just a random collection of weirdos finding connection with other weirdos. We were all inherently “other” versus the majority of people for this being online aspect alone. And it felt like folks being “other” in this one aspect made it all the more likely for them to be “other” in different aspects as well.

So through that, my world view broadened very early on, allowing me to find different communities to call myself part of, different people to connect and exchange experiences with. I got to know folks who shared some of my “other” aspects, like other Asian-European/Americans, that helped me feel less alone in those experiences. I also got to know folks who had entirely opposite experiences to mine, for example far from my privileged middle class doctor's kid background, that helped me gain understanding of and empathy for those unlike my own.

And I got to know a lot of queer people, who mostly didn't even call themselves queer at the time but just lived it in their lives. Who didn't make a big deal out of it, just mentioning in passing while discussing music, oh her first crush was another girl when hearing her sing that song. Someone used the term “omnisexual” and I remember looking it up and thinking, oh that's cool, just this all-encompassing love for anyone without any need to divvy up in man or woman or whatever. This concept alone already felt quite freeing, but I didn't think about it beyond that for myself.

My friends weren't only online, though – I had (and still have) a close circle of girl friends at school. And I remember one night where we stayed up late during a sleepover, a few of us 15 year old girls talking our usual nonsense about life, the universe and everything. And one of them asked if we'd ever felt attracted to both boys and girls, because she did and was maybe leaning more towards girls than boys, contrary to what would be expected of us girls to be attracted only to boys. I remember we talked very openly about this together, no judgement whatsoever between us. I remember saying I did think I could be attracted to both, probably leaned more 50-50, but didn't really have much experience, so who knew? Not a big deal if any of us felt like any which ratio of all this.

Looking back, I don't think I realized how lucky I was to have had this comfortable open discussion in the safety of friends as my very first in-person talk including my own not-quite-heteronormative feelings, even without formalizing any of it at the time. I may have been born and raised in the Netherlands, which outwardly prides itself on its tolerance and progressive stance towards the queer community – but that didn't have to mean anything on an individual level, as I now know many queer Dutchies have had and still have far more troubled experiences.

I went to university, I met more queer friends in real life there, including my chosen little brother and his now-husband. I met my own now-husband (or formally “registered partner” since we wanted to avoid the trappings of traditional marriage but keep the same legalities – our self chosen “other” status) with whom I quickly shared inside jokes about having fangirl crushes on ladies in movies/shows we both watched together. But I never dared call myself more than “a bit bicurious” to him, let alone anyone outside our safe little relationship cocoon, because I had zero actual experience with anyone other than him, a straight cis man. And yet, here I was, feeling myself drawn to those queer friends as more than a simple “ally”. But not daring to stand up and claim my space as one of their own.

Until 2019, just before my 35th birthday in June, I started poking around online if perhaps there were other women who had that same naggy feeling that I had. And I came across this post which opened my eyes. In her confusion before discovering she was bisexual, the author describes an initial anger towards women that I didn't recognize, but what got me was this:

“Here’s the most important thing I’ve learned: I get to decide what I feel and how to feel it. Just because I’m with a man doesn’t mean I don’t like women too. As to whether I can like women without ever having been intimate with one — well, I liked boys before I ever kissed one. Why can’t I like girls without kissing one? I don’t need a side-by-side comparison to know what I’m attracted to.”

Boom. That was it. Who really said that my lack of experience with girls meant I couldn't be bisexual when I was attracted to said girls? That was just something that was in my head, not necessarily some golden rule that I'd been given by anybody. So what was to keep me from identifying as such, since I was obviously attracted to at least women (and later I realized also non-binary folks) too? And funny story: when I later told my husband, considering we'd been jointly crushing on plenty women for years by then, he was not just extremely supportive – he was more surprised that this was still new to me.

And then I went to find that corner of the queer community where I could be not “other”, for once.

That was around the time when a new national organization, Bi+ Nederland, got started. Summer 2019, they opened a Facebook group for anyone who is attracted to more than one gender, the umbrella definition of “bi+”. As I didn't find myself comfortable reaching out to broader queer communities because I was still newly getting used to this idea of being “queer enough”, it was extremely serendipitous timing. I immediately jumped on board and began soaking up other people's bi+ experiences, enough of which hit close to home that I could finally, truly, settle into this bi+ identity as my own. No longer feeling any need to justify being “queer enough”.

Already having experience with organizing events for the tech community, I was then quick to volunteer when in early 2020, Bi+ NL asked for folks to help organize an all new dedicated Bi+ Day with talks and workshops. It sounded like a great way for me to give back to the community that had given me this comfort in my newfound identity, and to start getting involved as a baby queer in queer spaces from a role that I was already comfortable with.

I remember in early March 2020, just when news of a virus in China popping up on our shores was making the rounds, we got together at their office to brainstorm ideas. As people came in and went around for introductions, one of the other folks there already proposed elbow-bumping rather than shaking hands, which we did start doing just to be safe together. That evening when I got home, the news broke that the government was indeed advising no more handshakes. A week later, full lockdown.

Perhaps the pandemic is something to train-of-thought about some more in the future. But for now, suffice to say, with 70+ years old parents and neighbors as well as an older brother and other friends with asthma, we were/are extremely careful and paranoid about catching and unintentionally spreading COVID-19, especially prior to the vaccinations becoming widely available. The frustration of seeing widespread misinformation and antivax sentiments, plus everything Black Lives Matter and anti-Asian violence, topped with not-great work situations – let's just say I didn't have a lot of spare headspace for any kind of volunteer work.

Originally Bi+ Day was planned September 2020 and obviously that didn't go through. Other online Bi+ NL events were planned, but being exhausted from suddenly endless remote work calls four days a week, I tapped out. Meanwhile I told Bi+ NL to keep inviting me to volunteer, there'd be a point I would be back in action.

That point came this summer when they asked me to volunteer for Bi+ Day this September. It was an awesome day: I could finally contribute to this bi+ community that turned out to be as open and welcoming in person as they had been online. No judgement or assumptions, even for me as a quiet introverted baby queer of color. I wasn't even the only one on any of those aspects!

I'd found my queer community for sure and was raving about this to one of my long time queer friends who as a fellow introvert shared their difficulty to find community in overly loud queer spaces. Many of queer events revolve around the rainbow glitter Pride parades, around exactly that public visibility, around taking up space because normally queer people are not afforded that space. But when you're like us and prefer to curl up with a good book or have deep conversation... Well, where are the quiet queer spaces? (A question I later learned was already asked by the brilliant Hannah Gadsby.)

So that's my next goal, my next pondering. I've organized regular boardgame nights for a tech community before, which was an absolutely great way to break the ice and hang out with other folks. I've been gobbling up loads of bi+ representative media as of late, which can be a great basis for discussion. And that's got me pondering, we'll see how this will take actual shape and whether I now have sufficient volunteer-work headspace to make it happen.

But that's what I want to do next: keep making it possible for myself and people around me to be “other” in our own ways, even in already “other” spaces. To just be who we are, as “other” as we are, without shame.

 
Read more...

from Aus Hypergrid und Umgebung

Eins der Grundelemente zum einen bei der immersiven Gestaltung einer Sim und zum anderen bei immersivem Verhalten ist die Navigation auf der Sim. Nicht immer kann man sich etwa über Sims „natürlich“ bewegen, so sehr man das auch möchte. Ich rede hier nicht von denjenigen Sims, die nur per Fliegen oder per Teleports mittels Karte navigierbar sind. Deren Erbauer haben quasi noch nie einen Fuß auf ihre eigene Sim gesetzt, geschweige denn, daß sie je darauf gelaufen wären. Sie sind immer nur geflogen bzw. haben sich per Karte oder eigenen Landmarks herumteleportiert. Es ist eine Sache, überhaupt zu fliegen. Es ist eine ganz andere, immer nur zu fliegen und nie zu laufen. Dabei haben sie nie gemerkt, daß man sich über ihre Sims nur mit Schwierigkeiten oder überhaupt nicht zu Fuß bewegen kann. Sie haben es nie getestet, gingen aber entweder davon aus, daß es ja sowieso geht, oder es war ihnen schlicht und ergreifend völlig egal, wie andere Avatare die Sim bereisen sollen. Das ist ganz einfach schlampige Bauweise.

Das heißt, wenn man viel Glück hat, ist die Sim ganz einfach noch unfertig. Hat man weniger Glück, ist sie zwar unfertig, wird aber mangels Zeit und/oder Interesse des Erbauers nie komplettiert werden.

Teleports statt Wegen

Nein, was ich zunächst einmal meine, das ist, wenn Teleporter nicht nur vorhanden, sondern auch notwendig und als einziges Fortbewegungsmittel überhaupt auf der Sim vorgesehen sind – insbesondere dann, wenn es auch anders ginge. Natürlich, es geht nicht immer anders. Auf eine Skyplatform kommt man nur per Teleport, wobei sich vortrefflich darüber debattieren ließe, ob Skyplatforms guter Stil im Sinne der Immersion sind oder man nicht vielleicht doch statt dessen eine weitere Sim aufziehen sollte oder gleich eine größere.

Aber sagen wir mal, man will sich auf einer und derselben Landmasse bewegen, z. B. auf einer Insel. Die ist an sich schön ausgestaltet. Aber: Man kann sie nicht zu Fuß erkunden. Es stehen unnötigerweise Hindernisse im Weg, über die man hinwegfliegen müßte oder um sie herum – wenn man denn fliegen darf. Statt dessen wird erwartet, daß man ein Netzwerk von Teleportern nutzt, um sich zu bewegen. Da gibt’s die verschiedensten Varianten, beispielsweise:

  • Die Insel ist so mit Felsen und/oder nicht auf Phantom gestellter Vegetation zugebaut, daß man keine hundert Meter weit zu Fuß laufen kann und ganze Bereiche regelrecht von der Außenwelt abgeschnitten sind, sofern man nicht teleportiert. Womöglich sieht man sein Ziel schon vor sich und wäre zu Fuß binnen Sekunden da – wenn einem nicht unnötigerweise diese Felsen oder diese Büsche im Wege stünden.
  • Irgendwo auf der Insel ist ein kleiner Tafelberg, auf dem irgendein Gebäude steht, womöglich gar die Partylocation, die der Kern der ganzen Sim ist. Da führt aber kein Pfad hoch, keine Treppe, kein gar nichts. Statt dessen muß man zwingend teleportieren, sofern man nicht sowieso beim Teleportieren in die Sim auf dem Tafelberg landet (und dann käme man nicht runter). Da fragt man sich dann: „Wie ist dieses Gebäude eigentlich gebaut worden? Wie haben die die Baumaterialien hier hochgeschafft, wenn’s doch keinen Weg hier hoch gibt?“ Das ist besonders lustig, wenn es irgendwelche antiken oder mittelalterlichen Ruinen sind aus einer Zeit, bevor es Lastenhubschrauber gab.
  • Richtig schön: Es gibt einen Landepunkt mit ein bißchen Deko, mit Infotafeln, mit dem obligatorischen OpenSimWorld-Beacon und mit mindestens einem Teleporter. Der Landepunkt ist auf einer Fläche von vielleicht 100–200 m² abgegrenzt und umgeben entweder von einem hohen Zaun, einer hohen Mauer oder einer hohen Hecke. Ein Tor gibt es nicht. Sowohl rein als auch raus kann man sich nur teleportieren. Kaum zu glauben, daß es noch unrealistischer geht. Geht es aber: dasselbe als geschlossenes Gebäude ohne Türen und Fenster.

Klar, nicht jeder will sich die Zeit nehmen, so eine Insel zu Fuß abzuklappern. Einige sind nicht geduldig genug, die cammen lieber fünf Minuten herum, bis sie glauben, alles gesehen zu haben. Andere haben den Orientierungssinn eines Gasbetonsteins und würden sich sogar noch mit Wegweisern und „rotem Pfeil“ zum Ziel hoffnungslos verlaufen. Das ist aber kein Grund, es allen unmöglich zu machen, sich auf natürliche, realistische Art und Weise auf der Insel zu bewegen.

Wenn man unbedingt will, kann man Teleporter verbauen. Idealerweise macht man die schön unauffällig und klotzt nicht alle 50 Meter riesige leuchtende Portale in die Landschaft. Trotzdem aber sollte es doch machbar sein, so eine Insel so zu bauen, daß man überallhin laufen kann. Vielleicht kann man sogar richtige Wege anlegen, statt von allen zu erwarten, über Gras, Sand oder blanken Fels zu marschieren; dann ist auch klar, wo Wege langgehen und wo nicht.

Teleports statt Treppen

Dieser unnötige Teleport-Zwang geht noch zu toppen. Es gibt einiges an mehrgeschossigen Gebäuden, die zum großen Teil aus Second Life geklaut sind, bei denen jegliche Form von Treppe fehlt. Wenn nur das Erdgeschoß genutzt wird und alles darüber nur Deko ist, ist das zwar Platzverschwendung, aber harmlos. Denn es gibt auch solche Fälle, wo mindestens ein treppenloses Obergeschoß genutzt wird. Ich habe sogar schon – allerdings in OpenSim gebaute – Wohnhäuser gesehen ohne Treppe ins Obergeschoß.

Wie kommt man dann nach oben und wieder nach unten? Ganz einfach: Teleporter an der Wand. Oder auf dem Fußboden.

Okay, auf ein paar Arten und Weisen ist das zu verstehen. Eine Treppe zu bauen, ist Mehraufwand, den vor allem Newbies unter den Häuslebauern scheuen, aber auch Ungeduldige, die den Kasten so schnell wie möglich raushauen wollen. Der Ausschnitt in der Decke, die dann kein einfacher Prim-Quader mehr ist, sollte nicht vergessen werden und idealerweise auch das Geländer nicht. Eine Treppe braucht Platz, der in kleineren Gebäuden vielleicht zu knapp ist.

Eine Treppe bedeutet normalerweise entweder Mesh (das muß man extern bauen) oder ein Sculptie (das muß man auch extern bauen, und es braucht noch länger zum Rezzen) oder Unmengen an Prims (knabbern gerade in Second Life hart am erlaubten Primlimit). Wenn man aber eh den ganzen Kasten aus Mesh baut, macht eine Treppe den Braten nicht mehr fett. Notfalls an Treppen-Sculpties zu kommen, sollte keine Kunst sein. Und selbst wenn man auf Prims setzt und für eine Treppe ein paar Dutzend davon braucht, kann zumindest in OpenSim eigentlich nur Aufwandsvermeidung dafür angeführt werden, daß man keine Treppen verbaut, nicht mal die eigentlich auch unschöne Ein-Prim-Rampe mit oder ohne Treppentextur statt dessen. Außer auf stark im Primlimit begrenzten Parzellen sollte es die in Second Life übliche Prim-Pfennigfuchserei in OpenSim nicht mehr geben.

Aber selbst wenn es Treppen gibt, gibt es manchmal zusätzlich Teleporter. Das kommt denen zugute, die selbst die paar Sekunden Fußmarsch eine Treppe hoch oder runter in einem übersichtlichen Gebäude nicht packen.

Ein altbekanntes Problem in OpenSim ist, daß nur die Physikengine ubODE vernünftiges Treppensteigen ermöglicht. Bei BulletSim und älter bleibt man auf dem Weg nach oben an gefühlt jeder Treppenstufe hängen, selbst dann, wenn die Stufen zur Abwechslung mal realistisch hoch sind. Und häufig kommt man um die Nutzung von BulletSim nicht herum, z. B. weil man auf die Wahl der Physikengine keinen Einfluß hat oder bestimmte Fahrzeuge damit besser funktionieren als mit ubODE. Weil dann das Treppensteigen so mühselig ist, gibt’s „statt dessen“ Teleporter.

Mein Vorschlag wäre, statt dessen in jede Treppe eine unsichtbare Prim-Rampe einzuziehen. Dann klappt es auch mit dem Treppensteigen. Falls jetzt jemand jammern sollte, daß das „wieder ein Prim mehr“ pro Treppe ist: Wie gesagt, ich dachte eigentlich, diese Prim-Knauserei sei in OpenSim unnötig. Außerdem ist auch jeder Teleporter mindestens ein Prim mehr und dann noch mit Skript drin. Ein Teleporter verursacht letztlich mehr Serverlast als eine unsichtbare Rampe in der Treppe. Und er ist ausfallgefährdeter: Wenn man Pech hat, darf man nach jedem Server-Neustart das Teleport-Skript zurücksetzen. Und dann hat man womöglich gleich dutzendweise Teleporter von der Sorte.

Wer wirklich Treppen scheut, sollte seine Teleporter im Gebäude zumindest glaubwürdig und immersiv tarnen – als Fahrstuhlschacht. Die einfachere Variante nutzt die Rufknöpfe als Teleporter jeweils ein Stockwerk nach oben oder unten; die etwas aufwendigere hat im Rufknopfpaneel einen Teleporter mit wählbaren Zielen; bei der noch aufwendigeren öffnet man damit die Tür zur Fahrstuhlkabine, und drinnen in der Kabine (es gibt auf jedem Stockwerk eine) kann man mit den Stockwerksknöpfen jeden Stock direkt ansteuern.

Zugegeben, es ist Mehraufwand (außer man kennt eine der wirklich seltenen Quellen für schlüsselfertige Lösungen), und deutsche Baubehörden würden einem fürs Fehlen von Fluchtwegtreppen die Ohren langziehen. Aber besser als nur zu offensichtliche leuchtende Teleport-Pads auf dem Boden oder gar riesige Teleportale ist es allemal. Und es ist leichter zu finden als „dezente“ Teleporter, nach denen man vor allem in dicht zugestellten Läden lange suchen darf.

Ein richtiger Fahrstuhl mit sich bewegender Kabine, die den Avatar mitnimmt (Encantada hat den einzigen mir bekannten, wo man sich nicht in die Kabine setzen muß), stellt natürlich die höchsten Weihen dar. Das wird so ein Hingucker sein, daß gerade notorische Spielkinder unter den Besuchern ihn Teleportern vorziehen werden. Aber dann kann man auch Treppen verbauen.

Teleports statt Türen

Es geht immer noch zu toppen. Wie wär’s mit ganzen Gebäuden, in die man nicht rein- und aus denen man nicht rauskommt außer per Teleporter?

Warum baut man sowas? Tja, entweder das Gebäude ist das einzig Wichtige auf der Sim, es hat auch keine Fenster, und alles drumherum ist nicht mal ausgestaltet; womöglich tragen die Außenfassaden selbst immer noch die standardmäßige Sperrholztextur, weil man die ja eh nicht sieht, weil man nicht rauskommt.

Oder der Erbauer hat nicht nur vor animierten Türen zurückgeschreckt, sondern sogar davor, auch nur einen einzigen Türdurchbruch einzubauen. Das wären ja zwei Prims mehr, drei mit Tür. Auf die zugegebenermaßen häßliche Ersatzlösung mit der Phantom-Tür kommen viele auch gar nicht erst. Da ballert man dann lieber einen Teleporter an die Wand. Natürlich korrespondiert die Stelle, wo draußen ein als Tür getarnter Teleporter sitzt, nicht zwingend mit dem Gegenstück drinnen …

Das ist eigentlich nur insofern nachzuvollziehen, als es ein Schweineaufwand ist, Texturen auf drei verschieden großen Prims sauber aneinander anzupassen – vor allem, wenn man die Größen der Prims Pi mal Auge ohne Raster per Hand gezogen hat –, und Türanimationen schon etwas für sehr Fortgeschrittene sind. Aber ersteres ist eh Pfusch, und wer wirklich ernsthaft mit Prims bauen will, sollte sich früher oder später damit beschäftigen, sauber zu bauen. Und letzteres kann man zur Not mit geskripteten Fertigtüren lösen, wenn man denn unbedingt Türen haben will.

Die Edelversion ist, wenn zwar Türen eingebaut sind, aber als Teleporter fungieren. Das hat man, wenn der Erbauer zwar Türen haben wollte, aber daran gescheitert ist, ihnen Animationsskripte zu verpassen. Also hat er die Türen jeweils auf zwei Prims aufgeteilt, eins innen, eins außen, und jeweils ein Teleportskript mit Kollisionsauslöser eingebaut. Das war immer noch allemal cooler, als die Türen auf Phantom zu stellen, und würde sogar eine Zugangskontrolle erlauben.

Zu rechtfertigen wäre das heutzutage nur, wenn man „durch die Tür“ eben nicht auf die tatsächliche andere Seite der Tür teleportiert wird, sondern z. B. auf eine Skyplatform, die die andere Seite darstellt.

Teleports übers Wasser

Zwischen zwei Inseln kann ich Teleports schon eher verstehen – aber nur, wenn Brücken unmöglich oder stilistisch unpassend wären, z. B. zwischen Tropeninseln, zwischen denen auch noch gesegelt werden können soll, wo Brücken den Masten der Boote im Wege wären. Wenn eine Brücke geht, dann sollte man bitteschön auch eine bauen, und sei es eine Klappbrücke. Okay, zugegeben, Klappbrücken sind skriptmäßig auf einem ähnlichen Niveau wie Türen.

Auch ohne Brücken geht’s eleganter. Zwischen zwei Strandinseln die einfachste Verbindung ist der Jetski. Dafür gibt’s Rezzer, die einen temporären Jetski rezzen, der kurz nach Benutzung wieder derezzt. Da baut man sich dann jeweils einen Rezzer an jeden in Frage kommenden Strand. Es müssen schon deswegen mehrere sein, weil man ja irgendwie auch wieder zurückkommen muß, nachdem sich der Jetski von der Hinfahrt wieder aufgelöst hat. Wer jetzt Angst hat, daß seine Klamotten auf dem Jetski naß werden – auch das ist immersiv –, hat die falschen Klamotten für die Location an. Einige Jetskis sind übrigens Zweisitzer.

Alternativ zum Rezzer stellt man Jetskis mit Rückkehrskript bereit, die also nach Ablauf einer gewissen Zeit sich nicht ganz auflösen, sondern wieder am Ausgangsort bereitstehen. Natürlich sollte man auch die nicht nur an einem einzigen Strand vorhalten. Wie gesagt, irgendwie müssen die Leute ja auch wieder zurückkommen oder auch mal auf eine andere Insel fahren können.

Für Inselentdecker könnte man die Rückkehrzeit der Jetskis, die normalerweise höchstens zwei Minuten beträgt, länger einstellen, damit Besucher nach dem Erkunden einer Insel mit demselben Jetski weiterfahren können. Auch das wäre immersiver und glaubwürdiger, als für jede Tour einen neuen Jetski zu nehmen.

Hat man nicht überall einen Strand oder vielleicht auch gar keinen, baut man statt dessen Bootsanleger mit entweder Bootsrezzer oder Booten mit Rückkehrskript. Sofern im Rahmen des Settings schon motorisierte Fahrzeuge zur Verfügung stehen, sollte es die auch geben.

Klar, in einer Zeit, als es noch keine wie auch immer gearteten Motorboote gab, sollte man davon absehen und nur Segler bereitstellen oder Ruderboote mit Animation, neben denen Paddel „gekauft“ werden können. Für die, denen Segeln zu schwierig und das Herumhantieren mit Ruderbooten nebst anzuhängenden Paddeln zu nervig ist, könnte es dann immer noch Teleporter geben. Aber schon auf einer Sim mit viktorianischem, Steampunk- oder edwardischem Setting kann man Dampfboote bereitstellen; die gibt es fix und fertig z. B. von Vbinnia Radek. Und in einem modernen Setting sollte nichts gegen Motorboote zumindest mit Außenborder sprechen.

Richtig extravagant ist natürlich die Fähre, die noch ein paar mehr Sitzplätze hat, vollautomatisch einen Kurs aus Keyframes abklappert und an Anlegern noch kurz anhält zum Zu- und Aussteigen (gibt’s ein fertiges Skript für). Je nach Distanz braucht man dafür natürlich Zeit zum Mitfahren, aber der Spaßfaktor ist ähnlich hoch wie der beim animierten Fahrstuhl, und man muß das Ding nicht selbst steuern. Damit kann man in Zeiten vor der Dampfmaschine auch einen Bootstransfer realisieren für Leute, die nicht segeln können, indem man einen Segelprahm oder so als Fähre nimmt. Außerdem lassen sich damit übrigens auch Sim-Rundfahrten realisieren wie in Alfheim.

Der Landepunkt

Manchmal ist Teleportieren praktisch. Manchmal ist es auch notwendig, und sei es, um in die Sim – oder das ganze Grid – überhaupt erst reinzukommen und auch wieder raus.

Dann ist es aber sinnvoll, sich über den Landepunkt Gedanken zu machen. Damit meine ich nicht, sich zu überlegen, wie man das Gebiet um 128,128 herum gestaltet, sondern, sich zu überlegen, wo man Avatare überhaupt erst landen läßt. Das ist ja einstellbar und nicht auf 128,128 hartgecodet.

Und da liegen die Präferenzen durchaus weit auseinander. So manch einer will auf einer Clubsim am liebsten direkt neben die Tanzfläche mit sofortigem Blick auf die Tanzfläche teleportiert werden, weil er keinen Bock hat, erst den Club, dann den Eingang und dann die Tanzfläche zu suchen. Wer Wert auf Immersion legt, will irgendwo landen, wo man ihn beim Reinteleportieren nicht sieht, weil er hinterher auch irgendwohin gehen will, wo man ihn beim Rausteleportieren nicht sehen wird. Gut wäre auch, wenn dieser Ort einer wäre, wo man eh einigermaßen glaubwürdig auftauchen könnte.

Letzteres ließe sich tatsächlich einigermaßen so machen. Verkehrseinrichtungen eignen sich gut als Landepunkte, z. B. Flughäfen oder Flugplätze, Bahnhöfe, Bushaltestellen oder Busbahnhöfe, Anleger für Passagierschiffe in Häfen, überhaupt Landestege. Da gäbe es einiges, was sich sowohl als Landepunkt als auch als Ort für Teleporter z. B. in andere Sims eignen würde. Es gibt sogar eine Sim in Gestalt eines Busbahnhofs mit Bussen als Teleportale in andere Grids. Aber in einem viel kleineren Maßstab wäre es schon ein Anfang, Avatare, die in eine Sim teleportieren, z. B. auf einem Landesteg oder an einer Bushaltestelle landen zu lassen und nicht irgendwo, wo man sich fragen muß, wie man da eigentlich hingekommen ist.

Das bedingt natürlich auch, daß von da aus der Ort, an den man eigentlich will, auch sinnvoll erreichbar sein muß. Wenn man beispielsweise auf einer Strandclub-Sim auf einem Landesteg landet, und der Club selbst zwar auf derselben Insel ist, aber nur mit einem weiteren Teleportvorgang erreichbar und nicht zu Fuß, dann ist das Käse.

Tarnung von Teleportern

Gibt es eigentlich überhaupt so etwas wie einen „immersiven Teleporter“?

Na ja, so ganz glaubwürdig ist Teleportieren ja nicht. Aber es ist eben manchmal unausweichlich und für viele praktisch. Die Kunst beim Sim-Bau ist, Teleporter gut zu tarnen. Sie sollten nicht zu sehr herausstechen (große, runde, leuchtende Portale gehen eigentlich nur auf Science-Fiction- oder Fantasy-Sims und auch dann nur sporadisch, also nicht einer an jeder zweiten Ecke), aber sie sollten auffindbar sein. So wirklich elegant ist die einfache runde Platte auf dem Boden ja auch nicht.

Einen interessanten Schritt in die richtige Richtung hat Nebadon Izumi auf seiner legendären, auch als OAR verfügbaren Varsim Universal Campus getan: Da sind die Teleporter nämlich als interaktive Landkarten ausgeführt. Das sticht nicht so sehr ins Auge, hat aber noch den Nachteil, daß Leute vor den Karten auftauchen und verschwinden.

Dorenas World hat eine andere, noch elegantere Methode gefunden: Auf der alten und der aktuellen Landesim steht jeweils ein räudiges Checker-Taxi von Arcadia Asylum. In beiden ist ein Teleport-Skript eingebaut, das einen auf die jeweils andere Sim befördert. Hier ist der Begriff „Taxi“ für einen Teleport mal wortwörtlich genommen worden. Am besten wirkt das, wenn man von einem Taxi zum jeweils anderen teleportiert wird.

Zum Teleportieren innerhalb eines Grid oder einer Sim könnte man so ähnlich vorgehen oder etwas dazwischen wählen, aber auch beim Hypergridden per Teleporter ließe sich etwas in der Art anwenden. Denkbar wäre, z. B. Bushaltestellen als „Teleportale“ innerhalb des Grid bzw. einer entsprechend großen Sim zu nutzen, die ihrerseits wieder Bushaltestellen als Ziele haben. Der Fahrplanaushang – wahlweise ein an der Haltestelle stehender Bus – würde dann das menügesteuerte Teleportskript enthalten. Vielleicht könnte man in größeren Teleport-Netzwerken ganze „Buslinien“ anlegen, die jeweils nur bestimmte Haltestellen „anfahren“, um die Menüs nicht zu überfrachten, mit Umsteigehaltestellen und einem ZOB.

Über größere Distanzen und zum Hypergridden böten sich dann beispielsweise Reisebusbahnhöfe – gab es mal, inzwischen nicht mehr – oder auch Bahnhöfe selbst und Flughäfen an. Am Flughafen von Silver Oak Hills sind an den Enden von zwei der vier Gangways tatsächlich Kollisions-Teleportale eingebaut, was in diesem Fall natürlich die eleganteste mögliche Lösung ist. Schade ist nur, daß man von da aus nicht auf anderen Flughäfen landet. Allerdings steht dem auch im Wege, daß man beim Teleportieren auf eine andere Sim nicht in Primgebäuden landen kann und statt dessen immer obendrauf landet. Bei Mesh bin ich mir nicht sicher, aber fix und fertige Flughafenterminals oder Bahnhofsgebäude aus Mesh gibt es eh nicht.

ÖPNV statt Teleportern

Wenn man den Leuten partout das Laufen abnehmen will, geht das trotzdem immersiver. Weiter oben habe ich ja schon Fähren angesprochen, die auf dem Wasserweg einen Kurs aus Keyframes abfahren und sitzende Avatare mitnehmen können. Das geht selbstredend auch an Land – das geht nicht nur, es ist sogar schon so manches Mal auch gemacht worden.

Einen automatisierten Bus zum Drinsitzen und Mitfahren habe ich erst nur in Ruritania gesehen, wo auch Züge und Schiffe zum Mitfahren herumfahren. I LOve YOu hat inzwischen auch einen, außerdem schon mindestens zwei Sessellifte. Versuche mit Schienenfahrzeugen gab es schon öfter, z. B. die Straßenbahn von Needful Things, die Triebwagen in Alfheim und NyAlfheim oder das gigantische Eisenbahnnetz in den Wolf Territories, das sogar funktionierende Weichen hat. Auch Kitsilano hat einiges an Fahrzeugen zum Mitfahren, Ian Kitsilano schreckt auf der Schiene aber leider vor Keyframes zurück und läßt nur geradeaus fahren. Virunga hat neben Landfahrzeugen sogar eine Fluglinie. Und es gibt noch mehr.

Natürlich dürfte das schnell Kritiker auf den Plan rufen. Es gibt ja in OpenSim sehr ungeduldige Zeitgenossen, die schon deshalb nur teleportieren, weil sich damit die Reisezeit überallhin auf einen Lidschlag reduziert. Wenn sie nicht teleportieren können, fliegen sie. Wenn sie sich gar nicht erst bewegen müssen, stellen sie ihre Sichtweite auf genug für die ganze Sim und cammen herum, ohne auch nur einen Millimeter von ihrem Landeplatz wegzugehen. Und wenn sie sich bewegen müssen, z. B. auf einer Event-Sim, aber weder teleportieren können noch fliegen dürfen, ist die ganze Sim Mist.

Jedenfalls werden diese Leute solche automatisierten Transportmittel als „Firlefanz“ abtun. Sie sehen sie als ineffizient und reine Zeitverschwendung an, weil zu langsam.

Aber das sind auch dieselben Leute, bei denen jegliche ansprechende Sim-Gestaltung Perlen vor die Säue ist. Die bewegen sich nur durchs Hypergrid, um entweder Party zu machen oder Freebies abzugreifen. Alles, was dem nicht dient, interessiert sie nicht und ist für sie reinste Zeitverschwendung. Für die könnte man eine Freebie-Sim auch gestalten, indem man ein paar Prims als Wände aufstellt und Boxen dranklatscht. Wenn sie sich zwischen den Abteilungen per Teleporter bewegen können, sind sie glücklich; wie die Sim aussieht, ist ihnen scheißegal. Das ganze Thema Immersion ist für sie Quatsch.

Zum Glück gibt es auch die, die solche Dinge zu schätzen wissen und sich über Realismus in OpenSim freuen. Das ist allein schon daran zu erkennen, daß solche geskripteten Transportmittel tatsächlich allmählich immer mehr werden.

#OpenSim #FürFortgeschrittene #Immersion #SimDesign

 
Weiterlesen...

from Filou

Nummer 3457

Neulich fiel mir auf, dass das Futterhaus für unsere Gartenvögel ein neues Dach nötig hätte. Wind und Wetter hatten dem alten Dach doch stark zugesetzt. Also ging ich in den Behelfsverschlag, den mein Vater vor vielen Jahren gebaut hatte und den ich heute als eine Art Werkstatt nutze, um dort Holzarbeiten zu tätigen. Noch heute stehen in dem Verschlag viele Kaninchenställe, in denen ich heute aber keine Tiere mehr halte. Ich nutze sie vielmehr als Holzlager. Gerade als ich die kleine Tischkreissäge anmachte und anfing zu sägen bemerkte ich, dass neben mir kleine Wespen flogen. Es waren einfach zu viele, als dass es sich um einen Zufall handeln konnte. Ich drückte den Ausschalter der Säge und beobachtete eine Zeit lang die Wespen. Sie kamen durch die geöffneten Oberlichter in den Verschlag hinein sowie auch wieder hinaus und steuerten zielstrebig auf einen bestimmten Kaninchenstall zu. Vorsichtig guckte ich in den permanent angeflogenen Stall und sah an der Decke ein Wespennest der Größe eines Basketballes. Ach, Du meine Güte, dachte ich mir und meine Gedanken begannen sofort zu kreisen. Was mache ich denn jetzt? Muss das Nest weg oder kann es vielleicht bleiben? Wen muss ich zum Entfernen informieren? Darf man das Nest überhaupt entfernen? Ich meine mal gehört zu haben, dass Wespennester geschützt sind und nicht einfach entfernt werden dürfen. Aber wenn ich hier Gift anwende merkt das kein Mensch. Nur muss das wirklich sein? Die paar Male, die ich hier im Verschlag etwas mache, stört mich das Nest doch nicht wirklich. Ganz in meinen Gedanken versunken sehe ich, wie sich plötzlich eine Wespe auf die Kreissäge setzt und mich offensichtlich mustert. Wahrscheinlich bilde ich mir das nur ein, dachte ich noch, als mich die Wespe plötzlich ansprach: „Hallo, ich bin Nummer 3457 und möchte mit Dir reden.“ Ich war ziemlich überrascht und im ersten Moment fiel mir nichts Besseres ein als zu fragen: „Hallo, wieso bist Du die Nummer 3457? Hast Du keinen Namen?“ So weit kam es schon, dass ich mit einer Wespe sprach und nach ihrem Namen fragte. „Nein, wir sind einfach zu viele. Da lohnt es sich nicht Namen zu vergeben. Daher haben wir Nummern. Insgesamt habe ich fast 12000 Brüder und Schwestern. Unsere Frauen sind als Arbeiterinnen tätig und die Männer sind Drohnen. Wir werden von einer Königin regiert und zahlreiche Kinder leben ebenfalls hier im Nest in Deinem Verschlag.“ „Ehrlich gesagt habe ich gerade darüber nachgedacht, Euer Nest zu entfernen.“ „Bei der Vielzahl an Brüdern, Schwestern und Kindern würdest Du zum Massenmörder werden. Das würde ich mir gut überlegen.“ Massenmörder, dachte ich mir, das klingt sehr heftig. Aber Nummer 3457 hatte recht. Ich wäre in gewisser Weise tatsächlich ein Massenmörder. „Okay, ich werde es mir überlegen. Seid ihr denn gefährlich?“ „Nein, wir sind eigentlich gar nicht gefährlich. Wir sind nicht geboren, um Menschen anzugreifen. Wir sind quasi eine reine Verteidigungsarmee und versuchen nur uns und unsere Kinder zu schützen.“ „Das machen wir Menschen im Grunde genommen auch. Ich würde ebenfalls immer versuchen meine Familie und meine Kinder zu schützen. Du sprachst davon, dass es bei Euch Arbeiterinnen gibt. Welche Aufgaben müssen diese denn erfüllen?“ „Nun, es gibt verschiedene Bereiche. Zu den Aufgaben zählen Nestbau, Larvenfütterung, Zellensäuberung, Nahrungsbeschaffung und Versorgung der Wespenkönigin.“ „Das ist ja interessant. Wovon ernährt ihr Euch denn?“ „Die Erwachsenen ernähren sich von Nektar, Pollen und Steinfrüchte wie Zwetschgen, Pfirsiche und Aprikosen. Unsere Kinder bekommen Fleisch von toten oder gefangenen Tieren. Oder aber Fleisch, welches ihr Menschen auf den Grill gelegt habt. Auch das lockt uns natürlich an. Das Wichtigste für uns ist, dass wir unsere Kinder versorgen können.“ „Gut, damit könnte ich vielleicht leben. Und so oft grille ich nicht. Wie lange wird denn das Nest hier in meinem Verschlag benutzt? Seid ihr jetzt für immer hier?“ „Ein Jahr, es handelt sich lediglich um ein einziges Jahr. Die Drohnen paaren sich mit den jungen Königinnen und sterben danach. Die Arbeiterinnen und ihre Königin sterben dann im Winter. Die jungen Königinnen überwintern außerhalb des Nestes in einem eigens dafür gebauten Unterschlupf. Im Frühjahr gründen sie dann an geeigneter Stelle ihren eigenen Wespenstaat. Aber das wird mit größter Wahrscheinlichkeit nicht an derselben Stelle sein. Du wirst also nächstes Jahr hier kein Nest haben. Es sei denn, Du entfernst das Nest. Dann könnte eine Jungkönigin annehmen, dass hier noch kein Staat existiert und würde sich hier ansiedeln.“ „Das wäre natürlich ein weiteres Argument Euer Nest hier für das eine Jahr zu belassen. Davon mal abgesehen, seid ihr eigentlich für irgendetwas nützlich? Eure Existenz muss ja einen Grund haben.“ „Oh ja, den gibt es absolut. Gerade Ihr Menschen profitiert von uns. Wusstest Du, dass ein Wespenstaat an einem Tag zwischen einem halben und zwei Kilo pflanzenfressende Insekten für ihre Brut fängt? Darunter befinden sich auch Blattläuse, Bremsen, Fliegen und Mücken. Das sage ich jetzt nicht gerne, aber wir Wespen sind außerdem die Nahrungsgrundlage für andere Tiere wie Vögel oder Mäuse. Du siehst, wir sind nicht nutzlos.“ „Nein, nein, das habe ich auch nicht erwartet. Ich wusste nur nicht wofür Ihr da seid. Zwei Kilo? Und auch Blattläuse? Das ist wirklich toll.“ „Einen anderen Grund uns zu verschonen gibt es noch. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz zählen wir in Deutschland zwar nicht zu den gefährdeten Tierarten, trotzdem ist es verboten uns ohne vernünftigen Grund zu verletzen, zu fangen oder zu töten. Und hier in diesem quasi verlassenen Verschlag stören wir doch nicht wirklich. Unsere Königin hat sich im Frühjahr ganz bewusst an diesem Ort angesiedelt, weil wir hier unsere Ruhe haben.“ „Du hast mich endgültig überzeugt. Ich werde Euch dulden und Euer Nest nicht anrühren. Die paar Holzarbeiten kann ich zur Not auch vor dem Verschlag erledigen oder verschiebe sie halt auf den Winter. Vielen Dank, dass ich so viel über Euch lernen durfte.“ „Gerne. Und vielen Dank, dass wir für dieses Jahr hier leben dürfen.“ Nummer 3457 bewegte die Flügel, schwang sich in die Luft und flog zurück ins Nest. Ich schloss die Tür vom Verschlag und beschloss die Wespen in den nächsten Wochen in Ruhe zu lassen und den Verschlag bis zum Beginn des Winter nicht mehr zu betreten. Und jedes Mal wenn ich jetzt eine Wespe sehe, denke ich an Nummer 3457 und an das tolle Gespräch.

#Wespen #Naturschutz #Geschichten

 
Weiterlesen...

from Parsa

با تصاحب توییتر توسط ایلان ماسک، مردم در حال مهاجرت به شبکه‌‌های اجتماعی جایگزین هستند. یکی از آن‌ها ماستادون (Mastodon) هست که یک شبکه اجتماعی غیر متمرکز بر یک پروتکل به نام ActivityPub ساخته شده. این پروتکلی هست که Fediverse بر آن ساخته شده.

ولی ما نمیخوایم درباره مسائل فنی پشت Fediverse صحبت کنیم. چیزی که ما میخوایم به سادگی اینه که چطور Fediverse یا ماستادون کار می‌کند. ماستادون فقط یک بخش از Fediverse هست. کلمه Fediverse از میکس دو کلمه Federation و Universe ساخته شده.

شبکه Fediverse شبکه‌های اجتماعی مختلف را به هم متصل میکند و ارتباط بین کاربران را با هم ممکن می‌کند. برای مثال، کاربران می‌توانند همدیگر را دنبال کنند و یا برای هم پست بفرستند و یا به سادگی هر چیزی که می‌خواهند با هم به اشتراک بذارند بدون اینکه مجبور باشند روی حتی یک شبکه اجتماعی متمرکز و یا وب سایت ثبت نام کنند.

شبکه‌های Mastodon, Pleroma, GNU Social و Pixelfed فقط چندتا از این شبکه‌های اجتماعی مختلف هستند که همه به هم توسط پروتکلی که بر آن ساخته شدند، متصلند. هر کدام از این شبکه‌های اجتماعی Instance ها یا سرورهای زیادی دارند. در نتیجه آنها فدرال شده با هم و هر کدام از federation ها هم باز فدرال شده هستند.

اگر برای شما خیلی پیچیده هست، زمین را تصور کنید. ما کشور های زیادی داریم، همه با هم در ارتباط هستند و در هر کشور، شهرهای زیادی هستند که آنها هم به هم متصل هستند. حالا هر شهری میتونه با شهر دیگه در ارتباط باشه، چه داخل و چه خارج از کشور.

Imke Senst, Mike Kuketz, RockyIII (licensed CC BY-SA 4.0) Imke Senst, Mike Kuketz, RockyIII (licensed CC BY-SA 4.0)

برای مثال آمریکا، انگلیس و ایران را در نظر بگیرید. از قاره‌های مختلف با شهرهای زیاد. حالا ما آمریکا را به عنوان Mastodon، انگلیس را Pleroma و ایران را GNU Social در نظر میگیریم.

این کشورها (شبکه‌های اجتماعی) باهم رابطه دارند. آمریکا و انگلیس روابط خودشان را دارند، آمریکا و ایران روابط خودشان و همینطور انگلیس و ایران هم روابط خودشان.

حالا هر کدام از این کشورها (شبکه‌های اجتماعی) شهرهای خودشان (Instances/سرورها) را دارند. آمریکا برای مثال نیویورک و واشینگتن را دارد. هر کدام از این شهرها (اینستنس‌ها)، به هم متصل هستند و همچنین به کشورهای دیگر (شبکه‌های اجتماعی)، مثل لندن در انگلیس یا تهران در ایران. یک شخص (کاربر) در تهران (یک اینستنس) از ایران (GNU Social) می‌تواندبا شخص دیگر (کاربر دیگر) از نیویورک (یک ایسنتنس) در آمریکا (Mastodon) ارتباط برقرار کند.

این روش کار Fediverse هست. Fediverse یک شبکه اجتماعی یا یک سایت نیست، بلکه یک فدرال از سایت‌ها و شبکه‌های متصل به هم هست.

مثال دیگر ایمیل هست. شما (با Gmail) میتوانید به دوستتان (که از Yahoo استفاده می‌کند) پیام بفرستید. هردو میتوانید از دوست دیگرتان (که از AOL استفاده می‌کند) پیام دریافت کنید. هیچکدام از شما مجبور نیستید برای فرستادن و دریافت ایمیل از یک سایت استفاده کنید.

شما حتما متوجه خواهید شد، چطور نام کاربری و یا IDها در fediverse کار می‌کنند. ارتباط با همدیگر بسیار سادست. همانطور که هر کسی میتواند یک اینستنس اجرا کند، مردم هم می‌توانند در هر اینستنسی که دوست دارند ثبت نام کنند.

مثلا من در tchnchs ثبت نام کردم با نام کاربری “parsa” و شما در mstdn.io با نام کاربری “arh” ثبت نام کردید. همانطور که شما @arh در توییتر هستید، شما @arh در mstdn.io هستید و همچنین Fediverse ID شما هست @arh@mstdn.io . از آنجایی که ماستادون فدرال هست شما میتوانید با جستجو کردن @parsa@social.tchncs.de من را دنبال کنید.

و از آنجایی که ماستادون بخشی از Fediverse هست، کسی با نام کاربری sara در یکی از اینستنس های Pleroma، مثلا pleroma.social، میتواند توسط کاربر ماستادون دنبال شود اگر کاربر جستجو کند @sara@pleroma.social . مطمئناً شما متوجه هستید که pleroma.social فقط یک مثال بود. اگر کسی با نام کاربری Maggie در یک اینستنس Pleroma با نام animelovers.xyz ثبت نام کند، من میتوانم با وارد کردن @Maggie@animelovers.xyz او را دنبال کنم.

مهم نیست اگه کسی از Pleroma یا ماستادون استفاده کند، هردو باهم فدرال شده هستند، همانطور که همه شبکه‌های اجتماعی در Fediverse هستند، پس کاربرها می‌توانند باهم ارتباط داشته باشند بدون اینکه مجبور باشند در سایت‌های مختلف ثبت نام کنند و یا کار فنی خاصی انجام دهند.

به همین سادگی.

برخلاف توییتر که توسط یک شخص (درحال حاضر ایلان ماسک) کنترل می‌شود، Fediverse توسط کسانی که اینستنس‌ها را اجرا می‌کنند moderate می‌شود. این کار از دیکتاتوری جلوگیری می‌کند چون هر کسی می‌تواند یک اینستنس اجرا کند. اگر از یک شخص در یک اینستنس خوشتان نمیاد، می‌توانید شخص را بلاک و یا کل آن اینستنس را برای خودتان بلاک کنید.

من شکایاتی شنیدم درباره اینکه ممکنه Fediverse یا ماستادون امکاناتی که در توییتر بود را نداشته باشد. یا که نحوه کار fediverse نگرانشان می‌کند. بیاید به آنها پاسخ بدهیم.

تاییدیه

پروسه تاییدیه با توییتر یا شبکه‌های اجتماعی متمرکز دیگر تفاوت دارد. هر کسی می‌تواند در Fediverse تاییدیه بگیرد. برخلاف توییتر، که یک شخص تصمیم می‌گیرد چه کسی میتواند تاییدیه بگیرد، شما خود میتوانید خودتان را تایید کنید.

و در Fediverse شما نیازی ندارید که هویت خود را معرفی کنید تا تأیید شود که شما شخص پشت پروژه خاص یا یک ارگان هستید. تاییدیه میتواند به روش‌های مختلفی انجام شود.

یک روش، قرار دادن یک کد در وبسایتتان و لینک کردن صفحه وب به پروفایل ماستادون شما است. این قابلیت در پروفایل وجود دارد. کدی که در وبسایت شما وجود دارد سپس میتواند توسط اینستنس خوانده شود و اگر کدی را بخواند که به پروفایل شما اشاره میکند، یک تیک سبز کنار لینکی که در پروفایلتان گذاشتید نشان داده می‌شود.

این تیک نشان میدهد که شما واقعا پشت وبسایت هستید. کد آماده است، نیازی ندارید که خودتان بنویسید. فقط در سایتتان کپی و الحاق می‌کنید. به همین آسانی.

arh یک مثال از پروفایل تایید شده در Mastodon.

روش دیگر برای تایید خود، که احتمالا براتون سخت خواهد بود، استفاده از PGP/GPG encryption key است و امضا یک پیام بر ادعا اینکه این پروفایل مال شماست. این کار ممکن است برای شما پیچیده باشد، پس ما واردش نمی‌شیم.

یک راه دیگر این است که به سادگی لینک پروفایل Fedivers را به شبکه‌های اجتماعی دیگه که در آن عضو هستید و یا پروفایل Fediverseتان را به وب سایت ارگانتان، بدون نیاز به گذاشتن اون کدی که درباره‌اش صحبت کردیم. تیک سبز را نشان نمی‌دهد ولی کار را انجام می‌دهد. به هر حال، هدف از تاییدیه، اطمینان دادن به دیگران است که واقعا خودتان هستید و نه خودنمایی، درسته؟

به هرحال Fediverse پر از امکاناته و شما محدود به چند روش نیستید. شما می‌توانید خلاق باشید، یا فقط مدتی را در Fediverse بگدرانید و مردم را ببینید که چطور انجامش میدهند.

حریم خصوصی

بیشتر شبکه‌های اجتماعی Fediverse با تفکر حفظ حریم خصوصی ساخته شدند. البته این به آن معنی نیست که همیشه امن باشند، به این معنی است که به صورت پیش فرض از شما جاسوسی نمی‌کنند. شما تبلیغات، تعقیب کننده‌ها(Trackers) و یا الگوریتم‌ها را نمی‌بینید. شبکه‌های Fedi بر این اساس ساخته شده‌اند تا تجربه واقعی از شبکه‌های اجتماعی را به کاربران بدهند، جای اینکه با شما مثل کالا برخورد کنند.

حتی اگر به هیچ اینستنسی اعتماد ندارید، می‌توانید برای خودتان یکی ایجاد کنید. و اگر شما نمی‌توانید یا نمی‌دانید چطور، سرویس‌هایی هستند که در عوض پول به شما فضا می‌دهند و کارهای فنی را هم برایتان انجام می‌دهند. البته شما مجبورید که به آن‌ها اعتماد کنید.

به هر حال، داده شما در اینستنسی که در آن ثبت نام کردید ذخیره می‌شود.اگر در اینستنس social.linux.pizza (یک اینستنس ماستادون) ثبت نام کنید، فقط کسانی که آن اینستنس را مدیریت می‌کنند به داده‌هایتان دسترسی دارند (مثل ایمیلی که با آن ثبت نام کردید، آدرس IP، آخرین بازدید و…). اگر در سوئد باشد، آن‌ها تحت قانون سوئد خواهند بود. هیچ اینستنس دیگری به داده‌های شما دسترسی نخواهد داشت مگه اینکه خودتان دهید یا اینستنستان به اشتراک بذارد. این برای حریم خصوصی شما بهتر است چون بر خلاف توییتر که یک شرکت بزرگ است و با دولت‌ها (اللخصوص آمریکا) کار می‌کند، خیلی از ادمین‌های Fedi فقط برنامه‌نویس‌هایی هستند که خارج از آمریکا زندگی میکنند و از کار دولت‌ها در حریم خصوصی مردم بیزارند، در نتیجه شاید از کار کردن با آن‌ها سر باز بزنند.

من شکایاتی در مورد ایجاد اینستنس توسط اتحادیه اروپا در Fediverse دیدم و اینکه آن‌ها با حریم خصوصی چطور برخورد می‌کنند.

کسانی که پشت آن اینستنس هستند نمی‌توانند به داده‌های شما دسترسی داشته باشند مگه اینکه خودتان به آن‌ها دهید. Fediverse هیچ دیتاسنتر مرکزی ندارد پس مگه اینکه در اینستنس اتحادیه اروپا ثبت نام کنید، شما از جمع‌آوری داده‌ها در امانید. و شما مجبور نیستید در اینستنس آن‌ها ثبت نام کنید، این زیباییه Fediverse هست. فدرال هست، شما می‌توانید از اینستنس خودتان با آن‌ها در ارتباط باشید.

در ماستادون امکانات زیادی برای حفظ حریم خصوصی هست. هر پیام گزینه‌های حریم خصوصی زیادی دارد و کاربر میتونه بین خصوصی بودن و عمومی بودن پیام انتخاب کند. پیام عمومی در خوراک جهانی (Global feed) که به Timeline هم شناخته شده است، نمایش داده می‌شود و پیام خصوصی فقط در Timeline کاربرانی که شما را دنبال می‌کنند، نمایش داده می‌شود. همچنین پیام‌ها می‌توانند به صورت لیست نشده از Timeline و یا بصورت دایرکت بین کاربران علامت گذاری شوند. کاربران می‌توانند حسابشان را بصورت کامل خصوصی کنند.

ثبات

خیلی از اینستنس‌های Fedi، مدت زیادیست که هستند. برای مثال mstdn.social از سال ۲۰۱۹ تا الان دارد خدمات می‌دهد. اگه یک ایسنستنس پایین آمد، تنها کاری که باید بکنید استفاده از گزینه مهاجرته که در ماستادون هست و تمام دنبال کننده‌هایتان اتوماتیک منتقل می‌شود. همچنین می‌توانید داده‌هایتان(مثل لیست دنبال کننده‌ها، نشان شده‌ها، favorites) را Export کنید و در حساب جدید Import کنید.

برای پست‌ها، در حال حاضر امکان مهاجرت دادنشان هست ولی ماستادون و Fedi ساخته شدن تا حال حاضر را تجربه کنید، نه اینکه پست‌ها و یادداشت‌ها را در آن ذخیره کنید. ما برای این کارها بلاگ داریم. و هیچ‌کس حساب قبلی را ارزشمندتر از حساب جدید نمی‌داند، عموما مردم به محتوا و شخصیت کنونی شما ارزش میذارن.

علاوه بر این، توییتر و بقیه بهتر از Fediverse نیستند. خیلی از شبکه‌های اجتماعی بزرگ مثل Google Plus پایین اومدند. و خیلی‌ها هم از توییتر دارند مهاجرت می‌کنند، پس من بر این باورم که ماستادون و شبکه‌های Fedi ثبات کمتری نسبت به شبکه‌های اجتماعی دیگر ندارند.

مردم و دوستان

اگه نگران این هستید که مردم زیادی در Fedi نباشند، خوبه بدانید ماستادون به تنهایی حدود یک میلیون و صد هزار در ماه کاربر فعال در شبکه‌اش دارد. هزاران اینستنس عمومی و خصوصی وجود دارد که در حال رشد هستند. شما قطعاً انجمن‌های مورد علاقه‌تان و دوستان جدید پیدا می‌کنید، هم جدید و هم پناهنده‌های توییتر.

اگه تعداد دنبال کنندگان برایتان مهم است، باید بگم شما شاید نتوانید یک میلیون دنبال کننده پیدا کنید ولی من کسانی را دیدم که ۶۰ هزار دنبال کننده داشتند.

اکثر مردم در Fedi خوش برخورد هستند. حتی اگه آدم‌های احمق دیدید، می‌توانید به آسانی بلاک، گزارش و یا حتی کل اینستنس را برای خودتان بی‌صدا کنید. انجام دادنش بسیار آسان است و ابزار فراهم شده برایتان خیلی بهتر از ابزار توییتر است. ابزار حریم خصوصی و اعتدال (Moderation) در Fedi بر اساس تجربیات خاص کسب شده در شبکه‌های اجتماعی فدرال هست پس شما احساس کمبود امکانات برای کنترل فضایتان نمی‌کنید.

اینستنس‌ها به هم متصل هستند اما ممکن است بعضی اینستنس‌ها تصمیم بگیرند برای حفظ کاربرانشان، اینستنس‌های دیگه را بلاک کنند. اگه با این موضوع مشکلی دارید، می‌توانید به آسانی به جای دیگه مهاجرت کنید. اینستنس‌های زیادی وجود دارند که شما می‌توانید بر اساس تجربه و میزان آزادی، یا حتی محتوایی که می‌خواهید انتخاب کنید.

یک روش برای پیدا کردن یک انجمن، جستجو کردن هشتگ و دنبال کردن کسانی است که درباره آن‌ها صحبت می‌کنند. نصیحت من به شما، تا می‌توانید مردم را دنبال کنید و برای خودتان شبکه‌ای از آدم‌ها بسازید، شما بعداً هم می‌توانید Unfollow کنید.

اعتدال (Moderation)

ماستادون از moderation برپایه انجمن استفاده ‌می‌کند، که در هر اینستنس می‌تواند محتوای ناخوشایند را محدود یا فیلتر کند. برای مثال، mastodon.social و چند سرور دیگر محتوایی که در آلمان و فرانسه غیر قانونی است را ممنوع کردن، از جمله سمبولیسم‌های نازی، نفی هولوکاست، و تحریک خشونت علیه قومیت‌ها. سرورها می‌توانند تصمیم به محدود سازی یا فیلتر پیام‌هایی با محتوای تحقیر کننده بگیرند.

انجمن‌های کوچک با رابطه نزدیک، خیلی مفیدتر با محتوای آزار‌دهنده برخورد می‌کنند تا یک کمپانی بزرگ با یک تیم امنیت کوچک.

ولی این به این معنی نیست که از محتوای نازی خبری نباشه. بعضی اینستنس‌ها (که اکثرا توسط بقیه بلاک شدند) به محتوای سمت راست و نژاد پرستانه معروف هستند. اگه با آن‌ها احساس راحتی نمی‌کنید و اینستنستان آن‌ها را بلاک نکرده، خودتان بکنید. آسان است.

امکانات و استفاده

ماستادون و بقیه شبکه‌های Fedi برنامه‌های زیادی دارند. شما به یک وبسایت یا برنامه رسمی (Official App) محدود نیستید. مطمئناً می‌توانید در App store ها پیدایشان کنید.

در مورد امکانات، بعضی برنامه‌ها شاید امکانات بیشتر و تجربه بهتری از بقیه بدهند. مخصوصاً برنامه‌های قدیمی که تجربه و کاربر بیشتری دارند، می‌توانند تجربه کاربری بهتری بدهند.

ماستادون امکانات زیادی دارد مثل: جستجو کردن هشتگ‌ها و مردم، ایجاد رأی گیری، پست خصوصی، محدود کردن پست فقط برای دنبال کننده‌ها، Timeline محلی (Local) و فدرال شده، ایموجی‌های سفارشی در اینستنس‌ها و تغییر رابط کاربری برای خودتان. نیازی نیست که به تم تاریک و چیزهای ابتدایی مثل امکان هشدار محتوا (Content Warning) اشاره کنم که شاید در شبکه‌های اجتماعی دیگر پیدا نشود.

علاوه بر آن، ماستادون برای افراد کم توان هم بهینه شده. یک انجمن بزرگ از افراد کم توان وجود داردو آن‌ها در آن احساس پذیرش و امنیت می‌کنند و می‌توانند از شبکه‌های اجتماعی Fediverse به راحتی و با مشکلات کمتر از بقیه شبکه‌های اجتماعی استفاده کنند.

یک چیز دیگر که ارزش گفتن دارد، پست در ماستادون محدود به ۵۰۰ کاراکتر است. بعضی اینستنس‌ها و شبکه‌های اجتماعی دیگر در Fedi کاراکترهای بیشتری را پشتیبانی می‌کنند.

همین بود

می‌دانم شما احتمالاً نمی‌خواهید این مقاله طولانی را بخوانید که به شما بگوید کار با Fediverse چقدر آسان است، ولی باور کنید، بیشترش خود توضیح است. واقعاً استفاده ازش آسان است. نیازی نیست که یک روز وقت بذارید تا درباره امکانات و نحوه استفاده از آن را بفهمید.

آخرین نصیحت من به شما، به خاطر Fediverse هم که شده در اینستنس‌های کوچکتر ثبت نام کنید، و مهمتر از آن، قوانین و راهنمای انجمن اینستنستان را جهت تجربه بهتر بخوانید.

موفق باشید و لذت ببرید و اگر ثبت نام کردید، من را هم در ماستادون دنبال کنید و به من بگید چه حسی دارید.

این مقاله توسط من از این مقاله تحت لیسانس AGPL V3.0 ترجمه شده.

 
بیشتر بخوانید...

from Marc's Blog

Stand heute bin ich seit ungefähr 2 Wochen aktiv auf Mastodon unterwegs und habe meine Anwesenheit auf Twitter dementsprechend massiv verringert. Anders als bei meinen bisherigen Erfahrungen auf Mastodon – vor dem ganzen Chaos um den reichsten Idioten der Welt und seinen unfreiwilligen Kauf der relevantesten Microblogging-Seite des Internets – fühlt sich die Nutzung von Mastodon jetzt merkbar anders an; das Mammut ist zum Leben erwacht.

Noch vor einigen Monaten, als die Kontroverse um den möglichen Twitter-Kauf den für den Notfall geplanten Wechsel zu Mastodon erstmalig als Thema herbeiführte, waren viele noch nicht überzeugt genug, dass sich der Wechsel wirklich lohnt. Zwar sind damals schon die Nutzerzahlen Mastodons stark gestiegen, aber diese Welle flachte schnell wieder ab, als es auch in den Medien wieder ruhiger um Musk wurde. Viele haben sich auch nur bereits als Präventivmaßnahme eine Präsenz in diesem neuen Netzwerk angelegt, um später dann auf diese zurückgreifen zu können, wenn der Fall der Fälle wirklich eintritt.

Und ja, wie soll ich es sagen: Mastodon erfährt seit den chaotischen Zeiten auf Twitter ein rasantes Wachstum an Nutzern und zu meiner Begeisterung scheint sich das neue Netzwerk besonders auch im deutschsprachigen Raum durchzusetzen. Selbst die sonst nicht gerade als sonderlich experimentierfreudig und modern wahrgenommenen öffentlichen Informationskanäle und Social Media Präsenzen vieler Ämter, Behörden und Ministerien sind sogar schon auf Mastodon vertreten. Außerdem haben sich auch einige bekanntere Persönlichkeiten dort bereits niedergelassen und erproben sich an der spannenden und interessanten neuen Welt der föderierten und dezentralisierten Plattformen.

Und was heißt das jetzt für mich?

Ich konnte an mir selbst beobachten, dass durch die aktive und (vor allem verglichen mit Twitter) sehr freundliche Umgangsweise auf Mastodon es mir dort immer besser gefällt. Der große und nach wie vor weitergehende Nutzerzuwachs verstärkt diesen Effekt umso mehr. Zugegeben, ich habe auf Twitter vor allem technische und politische Neuigkeiten verfolgt und manchmal auch kommentiert, durch den großen Anteil an technisch begeisterten Early Adoptern und Datenschutzliebhabern auf Mastodon bin ich dort natürlich direkt inmitten meiner zwei Lieblings-Themen gelandet.

Was ich auch beobachten konnte ist, dass ich je länger ich Mastodon aktiv benutze immer weniger das Bedürfnis habe, auch Twitter zu öffnen und dort zu schauen, was gerade abgeht. In den ersten Tagen habe ich beide Apps und Websites quasi noch 50/50 genutzt, jetzt habe ich bemerkt, dass ich seit mindestens 5 Tagen die Twitter-Website nicht mehr geöffnet und die App mit dem blauen Vogel sogar schon deinstalliert habe. Ich fühle mich auf Mastodon einfach wohler.

Besonders gut gefällt mir auch folgendes: Trotz einer vielfach geringeren Zahl an Followern wird dort vielfach mehr interagiert. Das liegt bestimmt auch primär daran, dass es keinen Algorithmus gibt, der mir maßgeschneiderten Content zuspielt, sondern dass das, was ich auf meiner Timeline sehe auch das ist, was ich sehen will, weil ich den Personen selbst gefolgt bin. Außerdem ist alles dort chronologisch, wie in den guten alten Zeiten bei Twitter auch.

Mögliche Probleme

Mastodon ist trotz allem, was ich bis hierhin schon lobend erwähnt habe auch nicht perfekt. Es gibt ein paar Dinge, die problematisch werden könnten, vor allem auf längere Sicht. Eines dieser möglichen Probleme ist die fehlende Professionalität auf den meisten Instanzen. Natürlich, es ist ein großer Vorteil wie man gerade an Twitter erkennt, wenn ein Soziales Netzwerk nicht von einem gewinnorientierten Konzern geführt wird. Da bei Mastodon jedoch jeder der dies möchte seine eigene Instanz betreiben und für andere zugänglich machen kann (das ist der Sinn hinter dem Fediverse und der Dezentralisierung/Föderation), hat das zur Folge, dass die meisten Serverbetreiber und Moderatoren einfache Privatpersonen sind, die diese wichtige Aufgabe in ihrer Freizeit, quasi als Hobby, durchführen. Das ist kein Problem, solange die Instanzen eine Größe beibehalten, in der sie keine großen Kosten verursachen und sich leicht moderieren lassen, aber es wird zu einem Problem, wenn es für die Privatperson zu viel wird. Was macht man, wenn man sich den Betrieb des Servers nicht mehr leisten kann, oder mit dem Moderieren problematischer Beiträge nicht hinterher kommt?

Das ist für das Netzwerk als Gesamtes betrachtet kein Problem. Wird eine Instanz nicht aktiv moderiert und es kommt zu viel fragwürdiger Content von dort, so steht es jedem anderen Serverbetreiber frei, diese Instanz auf eine Blacklist zu setzen und die Föderation mit ihr zu beenden. Eine etwas brutale Methode, aber nicht ungewöhnlich, wie der Fall Gab anschaulich zeigt. Geht die Instanz hingegen pleite, können die Nutzer (solange der Server noch läuft) ihren Account einfach auf eine andere Instanz “umziehen”, inklusive ihrer Follower und gefolgten Accounts. Die bisherigen Posts gehen zwar dabei verloren, aber immerhin verliert man seine Bubble dadurch nicht.

Fazit

Ich bleibe erstmal dabei: Mastodon > Twitter. Und daher werde ich auch fürs erste weiterhin auf Mastodon aktiv bleiben und Twitter ignorieren. Das darf ruhig auch als ein erneuter Aufruf an meine Twitter-Bubble gelesen werden, Mastodon eine Chance zu geben und den Sprung ins Fediverse zu wagen. Macht euch einfach einen Account auf einer Instanz, die euren Interessen am besten entspricht (bitte nicht auf mastodon.social!!). Es ist weit weniger kompliziert als es auf den ersten Blick aussieht und man findet sich nach kurzer Eingewöhnungsphase schnell zurecht. Mein aktiv genutzter Account dort ist @MarcRnt@sueden.social.

Der Vogel ist tot. Lang lebe das Mastodon.

 
Weiterlesen...

from El rincón más soleado.

El administrador del sistema de la instancia de Write Freely, Ministry Of Internet ha publicado un artículo explicando su lucha contra las publicaciones y registros de Search Engine Optimization (optimización en motores de búsqueda), que meten mensajes cutres de relleno en gran cantidad para posicionar sus mierdas de webs (webs con actividades tan ruines como el juego on line o las “novias rusas”) en los buscadores.

Le agradezco su esfuerzo. La verdad es que ese tipo de mensajes son una lacra que además quitan visibilidad a los artículos reales por lo que la tarea de limpiarlos es digna de elogio.

¿Habrá buscadores que detecten esas marrullerías y las filtren? Si fuera así habría que usarlos preferentemente.

#spam #SEO

 
Leer más...