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from Aus Hypergrid und Umgebung

Gut, wir haben also einen Avatar, wir können ihn steuern, und wir haben ihn fürs erste einigermaßen aufgehübscht. Aber was machen wir damit jetzt?

Ein bißchen von der „großen weiten Welt“ hat man ja schon kennengelernt, als man den Avatar einkleidete. Aber was kann man sonst noch so machen, außer Avatarausstattung zu jagen und damit zu experimentieren?

Die Teleportschilder auf der Landesim sagen einem immer noch wenig. Man könnte da anfangen, auf Entdeckungsreise zu gehen und sich einfach mal im eigenen Grid umzugucken. Oder vielleicht findet man hübsche Ecken auch im Hypergrid, jetzt, wo man weiß, wie das geht. Dann sieht man wenigstens was. Indes, die Erfüllung in OpenSim kann das nicht unbedingt sein, zumal man womöglich noch keinen einzigen Kontakt hat.

Woher bekommt man aber Kontakte? Wie füllt man die eigene Freundesliste auf?

Unter die virtuellen Leute gehen

In Second Life trifft man ziemlich zwangsweise früher oder später Leute, wenn man durch die Gegend läuft – sofern man das nicht in zu obskuren Regionen tut, in die sich so selten Avatare verirren, daß Leute sie als Umkleidekabinen benutzen. Im Grunde tut man das auch in OpenSim, aber sehr viel eher später als früher. Einerseits hat gerade das Hypergrid nur einen Bruchteil der Nutzerzahl von Second Life, andererseits aber auch ein Vielfaches der Landfläche. Die Bevölkerungsdichte ist im Hypergrid also viel, viel geringer als in Second Life.

Nun kann man jeden x-beliebigen Avatar, der einem über den Weg läuft, anquatschen und versuchen, sofort „Freundschaft zu schließen“. Damit drückt man aber nur aus, daß man zum einen ein Newbie und zum anderen möglicherweise verzweifelt ist. Viele OpenSim-Nutzer schließen auch ganz einfach keine Freundschaft mit Leuten, die sie noch gar nicht kennen, weil sie sie erst vor ein paar Sekunden zum ersten Mal getroffen haben. Ist ja auch nachzuvollziehen.

Es gibt einen eleganteren Weg. Und das sind Veranstaltungen. Viele Grids haben eigene wöchentliche Veranstaltungen an mindestens einem Wochentag. Hier liegen übrigens noch zwei Vorteile deutschsprachiger Grids: Veranstaltungen finden abends nach deutscher Zeit statt – und nicht abends in irgendeiner amerikanischen Zeitzone, was in Deutschland mitten in der Nacht wäre. Und die Kommunikation während der Veranstaltung ist auf Deutsch, was von Vorteil ist für diejenigen, die mit dem Englischen ihre Probleme haben.

Sofern also das eigene Grid so etwas zu bieten hat, sollte man sich da blicken lassen, sofern einen das angekündigte Thema der Veranstaltung nicht zu sehr abstößt. Die Chancen sind groß, daß sich auch die Gridadministration da aufhält. Die sollte es schnell merken, daß da ein Neuzugang im eigenen Grid ist. So kommt man mit denen in Kontakt. Im allgemeinen haben Grids auch Gruppen, über die Nachrichten an die Einwohner versandt werden. Gute Gridadmins laden einen auch gleich in die jeweilige Gruppe des eigenen Grid ein.

Auch sonst kann man bei Veranstaltungen mit Leuten in Kontakt kommen, wobei das von Veranstaltung zu Veranstaltung unterschiedlich ist. Es gibt solche, wo Leute den lokalen Chat praktisch nur mit Gesten zuballern und sonst überhaupt nichts zu sagen haben. Es gibt aber auch solche, wo die Leute gern und viel im lokalen Chat miteinander reden. Wenn man da mitreden kann, ohne den Leuten auf den Keks zu gehen, erntet man Sympathiepunkte, Bekanntschaften und eventuell auch Freundschaften.

Wenn das eigene Grid keine Veranstaltungen zu bieten hat, geht man woanders auf Veranstaltungen. Gerade im deutschsprachigen Raum werden die aber nicht alle zentral an einem Ort angekündigt. Neben OpenSimWorld, dem „Nervenzentrum“ des Hypergrid, lohnt sich der Blick in die Foren Gridtalk und Silberwelten.

Gerade anfangs sollte man dann die Veranstaltungen auch mal wechseln. Zum einen sieht man so, was einem zusagt und was nicht. Es gibt ja unterschiedliche Grundkonzepte, es gibt solche und solche DJs, und jeder hat andere Präferenzen bezüglich der Größe einer Party. Zum anderen erhöht das die Chance, mal die Administration des eigenen Heimatgrid zu treffen und kennenzulernen, und man trifft generell mehr Leute.

Noch einmal: Auf gar keinen Fall sollte man irgendwelche Leute, die man zum ersten Mal sieht und noch gar nicht kennt, mit Freundschaftsanfragen bombardieren. Also nicht auf einer Party einfach mal Freundschaftsanfragen an alle Anwesenden senden. OpenSim ist nicht Facebook, wo es darum geht, möglichst viele „Freunde“ zu haben. Vielleicht könnten einige wenige anbeißen. Um so mehr Leuten wird das aber suspekt sein, und man wird es später um so schwerer mit ihnen haben, sollte man sie häufiger auf Veranstaltungen sehen. Wenn man Pech hat, gerät man an einen übervorsichtigen Simbetreiber oder Gridadmin, der einen für dieses Verhalten rauswirft oder gleich ganz sperrt. Doch, das passiert wirklich.

Am Anfang lautet die Losung also: Warte, bis die Leute auf dich zukommen. Verständlich, wenn du ungeduldig bist und Freundschaften schließen willst. Aber im wahren Leben läuft man ja auch nicht herum und fragt irgendwelche Leute, ob sie mit einem befreundet sein wollen. Schon gar nicht wollen die das dann auch.

Freundschaften in virtuellen Welten kann man nicht forcieren. Man muß sie sich entwickeln lassen.

Irgendwann bekommt man auch ein Gespür dafür, an welchen Freundschaften es sich festzuhalten lohnt. Man muß nicht auf ewig mit jedem befreundet sein. Klar, wenn man sich gut versteht, sollte das das Ziel sein. Aber wenn sich Leute als – mit Verlaub – Arschlöcher erweisen, und derer gibt es genug im Hypergrid, dann sollte man zu ihnen auf Distanz gehen, egal, wie lange man sie schon kennt. Gleichzeitig sollte man es aber auch vermeiden, sich in irgendwelchen Zickenkriegen oder Grabenkämpfen gänzlich von einer Seite vereinnahmen zu lassen. Dies nur als Vorwarnung.

Wenn einer eine Reise tut …

… dann kann er was erleben. Das gilt genauso für virtuelle Reisen. Sofern man kann, sollte man sich auch dafür Zeit nehmen. Man lernt Land und Leute kennen. Das heißt, die Leute habe ich oben ja schon abgedeckt, aber auch das Land sollte nicht unterschätzt werden. Eins vorab: Nicht vergessen, an interessanten Orten Landmarken anzulegen, damit man sie wiederfindet!

Sollte man noch nicht wissen, wohin man eigentlich gehen soll: Man könnte sich beispielsweise im eigenen Heimatgrid umsehen. Einige Grids haben am Landeplatz auf der Willkommenssim einige Teleporter für Ziele im Grid.

Fürs Hypergrid, also für Ziele außerhalb des eigenen Grid, eignet sich das oben schon erwähnte OpenSimWorld hervorragend. Da gibt es auch Kategorien, die aber von Simbetreibern nicht immer richtig eingestellt werden. Auch die Ratings sind nicht immer verläßlich, mal ganz davon abgesehen, daß gefühlt jedes Grid die Ratings unterschiedlich definiert und manche Simbetreiber die ihrerseits noch einmal verbiegen. Wenn man von Second Life kommt, darf man sich auf keinen Fall blindlings auf die dortigen Ratings verlassen.

Für diejenigen, die die Ratings noch nicht kennen, hier sehr grobe Beschreibungen:

  • „General“ entspricht in etwa USK6, soll also voll kindertauglich sein.
  • „Moderate“ bzw. „Mature“ entspricht in etwa USK12. In der Praxis sind die Unterschiede zu „General“ minimal und hängen davon ab, was die Sim-Erbauer als kindergeeignet erachten und was nicht. In Second Life ist bei diesem Rating öffentliche Nacktheit erlaubt, außer der Simbetreiber gibt deutlich zu erkennen, daß dem nicht so ist, und Nacktheit und Sexuelles sind in nicht-öffentlichen Bereichen erlaubt. Diese Klauseln dürfte man in OpenSim vergeblich suchen. Allerdings gibt es sehr wohl einige wenige Sims, die ein „Moderate“-Rating haben, aber öffentliche Nacktheit erlauben oder zu öffentlicher Nacktheit sogar ermutigen. Weiter als Nacktheit geht es da aber nicht.
  • „Adult“ entspricht mindestens USK16, wenn nicht USK18. Hier sollte man grundsätzlich auch in der Öffentlichkeit mit allem rechnen bis hin zu sexuellen Handlungen. Grundsätzlich, denn im Gegensatz zu Second Life gibt es in OpenSim auch hier keine festgelegte Definition. Einige Grids erlauben Simbetreibern, praktisch nach Belieben zu beschränken, was beim „Adult“-Rating erlaubt ist. So gibt es Sims mit „Adult“-Rating, die Nacktheit nicht einmal im Verborgenen erlauben – häufig auch, weil man sich eh nirgendwo verstecken kann – und das Rating nur haben, um Kinderavatare verbieten zu können.

So, wonach sollte man sich nun umblicken? Die Auswahl ist ja groß.

Nun, man kann natürlich durch schöne Landschaften flanieren. Oder man sucht sich noch mehr Partys.

… dann kann er was „einkaufen“

Oder man sucht nach Freebies.

Kompletten Neueinsteigern sei erklärt: Damit ist im Prinzip alles gemeint, was man sich kopieren oder kostenlos „kaufen“ kann, ob das jetzt Kleidung und Avatarausstattung ist oder Mobiliar oder was auch immer. Der Begriff kommt aus Second Life, wo es davon nicht überragend viel gibt und meist auch in weit geringerer Qualität als die Unmengen an Sachen, für die man bezahlen muß.

Second-Life-Umsteigern sei erklärt: In OpenSim, vor allem im Hypergrid, gibt es kaum etwas, was man für Geld kaufen kann. Freebies sind nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Sehr viele Grids haben überhaupt kein Bezahlsystem, und die allermeisten Nutzer – vor allem europäische Nutzer – haben noch nie Geld in OpenSim verwendet, abgesehen vielleicht von grideigenem „Spielgeld“, das man nicht mit Echtgeld kaufen kann.

Generell sieht Shopping in OpenSim ganz anders aus als in Second Life. Es gibt keinen allgemeinen Marketplace für ganz OpenSim, nicht mal fürs Hypergrid. Kitely, das wichtigste kommerzielle Grid, hat einen eigenen, aber den kann man nur nutzen, wenn man einen Avatar in Kitely hat, und viele Sachen aus dem Kitely Market lassen sich nicht einmal nach außerhalb von Kitely mitnehmen. Es gibt aber auch Läden in-world, in denen es Bezahlware gibt. Freebies gibt es aber viel, viel, viel mehr.

Einige Grids haben eigene Online-Währungen, die nur in diesem einen Grid gültig sind. Dazu gibt es zwei gridübergreifende Währungen im Hypergrid. Die eine ist Podex, bei der allerdings das Gridübergreifende immer noch eingeschränkt ist: Man braucht nur noch ein Konto, aber für jedes Grid, das man nutzt, einen separaten Geldbestand. Die andere ist Gloebit, wo man mit demselben Geldbestand in allen teilnehmenden Grids bezahlen kann – wenn Gloebit nicht gerade mal wieder für ein paar Tage oder Wochen down ist. Es ist nämlich seit Monaten sehr unzuverlässig. OpenSim selbst ist an sich unkommerziell und hat daher keine eingebaute gridübergreifende Währung, die man mit Echtgeld kaufen kann.

Ein weiterer Unterschied ist, daß es in Second Life generell so ist, daß man Sachen meist nur bei ihren Schöpfern in deren Läden bekommt. Das gibt es in OpenSim auch, aber vergleichsweise wenig. Und weil sich das eben über hunderte Grids verteilt und viele Content-Ersteller für ihre Läden keinerlei (oder keine adäquate) Werbung machen, kann man da wirklich suchen, oder man stößt nur zufällig drauf.

Statt dessen ist im Hypergrid die Freebie-Sim üblich, also eine ganze Sim, die dem Anbieten von Freebies dient. Einige bieten dabei tatsächlich auch nur Sachen vom Simbetreiber selbst an. Das ist zwar nicht die Regel, aber so fing es an. Ich schätze, das dürfte 2008 gewesen sein, ein Jahr nach dem Start von OpenSim, als Linda Kellie ihre erste eigene Sim, LK-Designs, startete. Damals gab es noch nicht viel, also schuf sie es, alles Mögliche von Kleidung über Möbel und Pflanzen bis hin zu einigen Gebäuden, und packte alles auf eine eigens dafür gestaltete Sim. Die ist dann natürlich nicht vom Inhalt her irgendwie spezialisiert, sondern bietet von allem etwas an.

Schöpfer mit einer solchen Bandbreite, daß es für eine ganze solche Gemischtsim reichte, auf der alles aus einer Hand kam, gab es danach nie wieder – während Linda tatsächlich eine ganze Anzahl an Freebie-Sims gebaut hat, später sogar spezialisierte, weil ihre Contentmengen nicht mehr auf einer Sim unterzubringen waren. Ihre letzte war Clutterfly von 2015, auf der sie erstmals Mesh anbot – noch dazu fast ausschließlich, denn dort gibt es nichts mehr von dem, was noch auf ihren alten Sims zu finden war. Aber auch Clutterfly ist ein Gemischtwarenladen.

Aber wie kommen nun die vielen Freebie-Sims zustande, und woher haben die ihre Waren? Nun, Second-Life-Umsteiger, die sich dort umsehen, werden schnell etwas feststellen: Viel, sehr viel auf diesen Sims kennen sie aus Second Life – und zwar mitunter unter ganz anderen Namen, und noch dazu wird es da gegen Geld angeboten. Um es kurz zu machen: Nein, legal sind diese Sachen nicht in OpenSim. Das meiste, was man auf Freebie-Sims findet, ist geklaut. Wenn das Sacrarium-Logo drauf prangt, ist es sogar schon mindestens zweimal geklaut worden: Die Sacrarium-Leute haben die Sachen eh alle geklaut bzw. klauen lassen, und nachdem sie angefangen hatten, das Zeug nur noch no-transfer anzubieten, hat man eben auch bei ihnen das Rechtesystem umgangen. Überwiegend kopiert sowieso jeder von jedem, so daß es gerade bei den Freebie-Sims der letzten zwei, drei Jahre unterm Strich Wurscht ist, auf welche man geht – sie bieten eh alle so ziemlich dasselbe an.

Generell habe ich mich zum Thema gerade aktuellerer Freebie-Sims in dieser Kolumne schon einmal umfassend ausgelassen. Da erfährt man auch etwas mehr über legalen Content und ein paar von dessen Schöpfern.

Zu erkennen, was legal ist, ist im allgemeinen nicht einfach und bedarf vor allem einer gewissen Erfahrung und eines gewissen Wissensschatzes, denn das Warenangebot im Hypergrid ist trotz allem gigantisch. Erschwerend kommt hinzu, daß häufig auch legale Sachen nicht mehr ihre eigentlichen Schöpfer als ebensolche eingetragen haben, weil irgendjemand irgendwann mal meinte, sich selbst da eintragen zu müssen, oder sich diese Sachen einfach per Copybotting angeeignet hat, das außer bei reinen Prim-Konstruktionen immer den Schöpfereintrag ersetzt. Außerdem haben die meisten OpenSim-Nutzer, darunter auch die meisten Freebie-Store-Betreiber eine Legal-illegal-scheißegal-Attitüde. Wenn also nicht alles in den Läden geklaut ist, hängen legale und illegale Sachen lustig durcheinander an derselben Wand.

Gerade wenn man seinen eigenen Avatar nicht bis in alle Ewigkeit in alte Layer- und Primklamotten stecken will und nach Mesh schielt, weil das schicker ist, kann es allerdings schwierig werden, nur Legales zu verwenden. Das gilt um so mehr, wenn man nicht lange suchen will, denn die guten legalen Sachen sind häufig entweder zu obskur. Oder sie sind nicht praktischerweise in Kisten verpackt, die man an Wände klatschen kann. Oder Freebie-Sim-Betreiber finden, sie sind „zu alt“ oder können qualitativ nicht mit geklauter Bezahlware aus Second Life mithalten. Und gerade für Neulinge ist nicht ersichtlich, was denn jetzt noch legal ist.

Sagen wir mal so: Es ist möglich, einen Avatar auch mit einem Meshbody komplett legal auszustatten. Aber es ist schwierig, bei männlichen Avataren noch mehr als bei weiblichen, für die es sehr viel mehr Kleidung gibt.

Ich habe jetzt hier letztlich nur über Avatarausstattung geschrieben. Anfangs ist das sowieso das, was man am ehesten benötigt, denn außer dem Avatar hat man ja nichts. Für Möbel oder gar andere Simausstattung hat es noch Zeit.

#OpenSim #FürAnfänger #FürSecondLifeUmsteiger #Einstieg

 
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from Aus Hypergrid und Umgebung

Nach Teil 1, in dem es um die Installation des Viewers und das Anlegen eines Avatars ging, und Teil 2, der die Handhabung erklärte, stehen wir jetzt also immer noch mit unserem neuen Avatar in dieser neuen Welt – und vor dem nächsten Problem:

Das Aussehen des Avatars läßt zu wünschen übrig. Oder es ist nicht sonderlich individuell. Oder sowohl als auch.

Bevor man sich darum kümmert, sollte man sich zunächst einen Platz auf der Landesim als Landmarke anzulegen, damit man leicht wieder „nach Hause“ zurück findet. Denn jetzt geht es auf die Reise.

Als nächstes wäre es also angeraten, etwas fürs Aussehen des eigenen Avatars zu tun, ganz besonders, wenn man einfach nur „Ruth“ hat. Heutzutage, im Jahr 2021, stellt das aber besonders komplette Neulinge, die nicht schon vorher in Second Life waren, vor Herausforderungen.

So oder so sollte man etwas erledigen, wenn man eigentlich einen männlichen Avatar hat, aber noch als Ruth herumläuft: Man sucht im Aussehen oder im Inventar nach dem Shape, den man gerade trägt, und bearbeitet den (z. B. per Doppelklick). Im sich dann öffnenden Fenster wird sich ein Schalter finden, mit dem man zwischen Männlein und Weiblein umschalten kann. Den schaltet man auf Männlein, woraufhin Ruth zu Roth wird. Man ist dann zwar immer noch nicht besonders hübsch, aber zumindest ein Stück weit männlicher.

Ruth, der OpenSim-Standardavatar, und die männliche Version Roth Kein schöner Anblick in dieser Zeit: links Ruth, rechts Roth.

Aufbau einer Garderobe

Nun gilt es, an Avatarausstattung und Kleidung zu kommen, um den Avatar zu individualisieren. Das ist nun wirklich nicht schwierig, wenn man sich in die Funktionsweise von OpenSimWorld eingefuchst und das Wort „Freebies“ schon einmal gehört hat. Die populärsten Freebie-Sims bieten aber heutzutage nur noch Meshbodys und zu diesen Meshbodys (mehr oder weniger) passende Meshkleidung an.

Abgesehen davon, daß das allermeiste, was man auf diesen einschlägigen Freebie-Sims findet, im Grunde illegal ist, weil ohne Wissen und Erlaubnis der eigentlichen Ersteller aus Second Life exportiert, ist Avatarausstattung in Mesh ein Thema für zumindest etwas Fortgeschrittene, also z. B. Second-Life-Umsteiger. Für den kompletten Neueinsteiger ist es meines Erachtens zuviel, wenn er das gleich am Anfang auch noch alles lernen soll. Da wäre es zu Anfang eher angeraten, beim Systembody zu bleiben und Layerkleidung zu verwenden, zumal die in der Handhabung intuitiver ist und „Alpha“, also das Verbergen von Teilen des Körpers, idealerweise noch keine Rolle spielt.

Aber, wie gesagt, die aktuellen, „coolen“, „angesagten“ Freebie-Sims sind sich allesamt zu fein, alte Layerkleidung anzubieten, und auch nur auf sehr wenigen Landesims bekommt man sie. Um trotzdem an so etwas zu kommen, braucht es heutzutage häufig regelrecht Detektivarbeit – oder jemanden, der weiß und einem sagen kann, wo man sie bekommt. Also dann:

Ein guter Anfang ist das TanGLe Welcome Center (hop://tanglegrid.net:8002/Tangle Welcome Center). Hier gibt es einiges an Bekleidung und sogar komplett ausgestattete Avatare für Damen und Herren einerseits von Linda Kellie, andererseits aus dem FleepGrid. Eine etwas besser bestückte Alternative ist die OSCC Shopping Zone (hop://cc.opensimulator.org:8002/OSCC Shopping Zone).

Basisavatare aus Skin, Shape, Augen und Haaren sowie weitere Avatarausstattung bekommt man etwa auf verschiedenen Instanzen klassischer Linda-Kellie-Freebie-Sims. Am aktuellsten und übersichtlichsten ist noch das Avatar Center (z. B. hop://hg.osgrid.org:80/archiAvatar oder hop://hg.osgrid.org:80/Free Mall 3) mit je einer Seite für Damen und Herren. Ein bißchen weniger aktuell, ein bißchen weniger umfassend und ein bißchen weniger übersichtlich ist die ältere Shopping Mall 2.0, z. B. in Form der daraus erweiterten TexLand Shopping Mall (hop://texland.no-ip.biz:8002/TexLand Shopping Mall). Die hat aber eingebaute Toiletten; die habe ich in meiner Anfangszeit als Umkleidekabine verwendet. Und die TexLand Shopping Mall hat vor der Tür eine Rezz-Fläche, in der man Boxen auspacken kann; dazu komme ich noch.

Für noch mehr Skins, Shapes, Augen und Haare empfehle ich Klamotto (hop://otterland.de:8002/Klamotto/71/101/23) und da einen Gang zum großen gelben Gebäude in der Südostecke, das mit „Klamotto“ und „Deva Moda“ beschriftet ist. Das Erdgeschoß ist männlichen Avataren gewidmet, das Obergeschoß weiblichen. Da gibt es übrigens auch einiges an Make-up für Damen (und diejenigen Männer, die auf androgyn machen wollen) und sogar Körperbehaarung als Tattoo für Herren. Die Kleidung auf der Sim ist allerdings überwiegend Mesh und (zumindest außerhalb des gelben Gebäudes) überwiegend nicht für den Systemavatar gedacht.

Falls man sich nun fragt, wie man sich die jeweiligen „guten Stücke“ aneignet: Da gibt es zwei Wege.

  • Man kann sie „kaufen“. Keine Angst, auf den meisten Sims – und allen genannten – kostet sie nichts. Normalerweise verwandelt sich der Mauscursor, wenn man ihn über diese Objekte bewegt, in einen schwarzen Punkt mit der Aufschrift „OS$“. Dann kann man das Objekt mit links anklicken und kauft damit entweder den Inhalt des Objekts als neuen Ordner im Inventar oder das Objekt selbst als Box. Sollte sich der Mauscursor nicht verändern, klickt man mit rechts und guckt, ob im sich öffnenden Tortenmenü die „Kaufen“-Option gibt.
  • Falls man sie nicht kaufen kann, kann man sie meistens kopieren. Auch das geht übers Tortenmenü; im allgemeinen wird man es dafür eine Seite weiterschalten müssen. Dann bekommt man aber immer nur die Box.

Ich habe damals lange gerätselt und gesucht, um herauszufinden, wie man an den Inhalt einer Box kommt. Das wurde ja nirgendwo erklärt. Also erkläre ich das jetzt:

Dafür braucht man zunächst einmal einen Ort, wo man die Box ablegen, also „rezzen“ kann. Die TexLand Shopping Mall hat so eine, Klamotto hat davon gleich mehrere größere. Normalerweise darf man ja nicht einfach Objekte irgendwo aufs Land packen; da ist das aber erlaubt. Idealerweise hat das eigene Heimatgrid auch eine Sandbox, wo zumindest Gridbewohner Sachen rezzen dürfen.

Wenn man dann da ist, wo man rezzen darf (Rezzfläche, Sandbox), zieht man die Boxen, die man auspacken will, aus dem Inventar auf den Boden. Wenn sie da dann erschienen sind, klickt man sie mit rechts und wählt „Öffnen“. Damit kommt man an den Inhalt, den man dann ins Inventar auspacken kann. Nicht vergessen, die Boxen hinterher vom Boden wieder zu löschen, also keinen Müll zu hinterlassen. (Sofern die Boxen kopierbar sind, bleiben sie so oder so im Inventar erhalten. Falls nicht, ist das auch egal, denn den Inhalt hat man ja, dann braucht man die Box nicht mehr.)

Die erste Umkleidekabine

Bevor man sich jetzt aber umzieht, sollte man sich einen Ort suchen, an dem man das kann, ohne jemanden zu stören. Vielleicht sagt man selbst: „Das sind doch alles nur Pixel, ist doch egal!“ Aber so sieht das eben nicht jeder, und es gibt Leute, die sich durchaus daran stören dürften, wenn sich vor ihnen ein Avatar um- oder sogar ganz auszieht. Auch wenn man noch kein (richtiges) Zuhause hat, gäbe es da einige Optionen:

  • Neovo Geesinks ChangeRooms (hop://hg.osgrid.org:80/ChangeRooms/150/139/23). Die sind genau für so etwas gedacht. Es gibt lauter einzelne Zellen, die man von innen undurchsichtig und wieder durchsichtig machen kann. Man darf dort auch Boxen zum Auspacken rezzen, und es gibt einige nützliche Extras. Nachteil ist, daß sie fürchterlich langsam sind. Eine Alternative, wenngleich nicht so geräumig und nicht so überbordend ausgestattet, sind die Umkleiden in Freebies im Metropolis-Grid (hop://login.metro.land:8002/Freebies).
  • Falls man in einer Linda Kellie Shopping Mall ist: das Klo. Wenn die Tür dauerhaft offen steht, was sie meistens tut, kann man sich dahinter verstecken. Viel Platz ist da leider nicht, und wenn sich noch jemand auf der Sim aufhält (was bei diesen Sims ausgesprochen selten ist, aber man weiß ja nie), kann derjenige einfach aus Neugierde reinmarschieren. Okay, in der TexLand Shopping Mall ist wie im ganzen TexLand-Grid öffentliche Nacktheit erlaubt (was auch als Warnung für Prüde gelten soll). Aber es ist wohl nicht jedermanns Sache, auf dem Klo eines Einkaufszentrums nackt erwischt zu werden.
  • Leer stehende, weniger leicht (am besten gar nicht) von außen einsehbare Gebäude auf wenig besuchten Sims. Gut, um zu wissen, wo es so etwas im eigenen Grid gibt, muß man sich erst ein bißchen umgeguckt haben. Das ist also eher was, wenn man schon ein grundlegendes Aussehen hat und noch weiter daran herumdoktern will, aber noch kein Zuhause hat. Wohngebäude sollte man grundsätzlich meiden oder per Mouseover oder Bearbeiten überprüfen, ob sie nicht vielleicht doch nur vom Sim- oder Gridbetreiber als Deko aufgestellt worden sind. Ansonsten ist das Risiko, erwischt zu werden, mindestens so hoch wie auf dem Mall-Klo. Wenn das Gebäude im eigenen Grid liegt und die Sim es zuläßt, kann man darin auch sein vorübergehendes „Zuhause“ einrichten, bis man ein endgültiges hat. Dann landet man nicht immer wieder auf der Landesim und hat zumindest ein bißchen so etwas wie einen Rückzugsort.
  • Sandboxes. Eigentlich sollte ziemlich wurscht sein, was man da tut, vor allem, wenn man beim Umziehen eh die Unterwäsche anbehält (dran denken, welche anzuziehen). Aber in einer Sandbox am Avataroutfit zu basteln, ist wohl nur dann ratsam, wenn sonst niemand in der Sandbox ist. Wer weniger schamhaft ist und sich auch mal nackig machen will oder muß, kann auf OpenSimWorld nach einer öffentlich nutzbaren Sandbox mit Adult-Rating suchen. Klar, so gesehen könnte man sich auf jeder x-beliebigen Clothing-optional-Sim umziehen, aber Umziehen auf einer dekorierten Sim in aller Öffentlichkeit finde ich irgendwie stil- und rücksichtslos.

Pimp My Avatar

Nun geht es an die Avatargestaltung. Klassische Ausstattung für den Systembody und Layerkleidung erkennt man daran, daß sie im Inventar, im Aussehen usw. spezielle Symbole hat. Daran kann man etwa eine Skin, Augen, bestimmte Kleidungsstücke oder Tattoos identifizieren. Eine Skin, einen Shape, Augen und eine Hairbase trägt man immer; die kann man nicht entfernen, sondern nur ersetzen. Alles andere kann auch abgenommen werden.

Diese „Klassiker“ sind auch leicht am Avatar anzubringen: Man zieht sie sich an. Dabei folgen sie einer festgelegten Schichtung: Eine Unterhose trägt man beispielsweise immer unter einer Hose, auch wenn man sich erst die Hose und dann die Unterhose anzieht. Erst wenn man schon eine Hose anhat und noch eine hinzufügt, entscheidet, in welcher Reihenfolge man sie angezogen hat. Wenn man sich ganz normal eine Hose anzieht und schon eine anhat, ersetzt die neue Hose die alte.

Etwas komplizierter wird es mit Sachen, die es nur als Objekte gibt, z. B. Haare, Schmuck oder die allermeisten Schuhe. Zumindest in Firestorm kann man auch die „anziehen“; de facto hängen sie sich dabei als Anhängsel an den Avatar. Wenn sie gut gemacht sind, sitzen sie von vornherein gut. Ansonsten wird man sie bearbeiten und verschieben müssen (passiert gelegentlich mit Flexi- oder ungeriggten Mesh-Haaren und fast immer mit Schmuck) oder gar in der Größe anpassen (passiert gelegentlich mit Schuhen).

Klassische Schuh-Boxen enthalten häufig dreierlei: zwei Objekte, einmal „Schuhe“ und eine Alpha-Maske. Die „Schuhe“ sind keine; sie dienen nur dazu, die Füße in eine passende Form zu bringen bzw. den Avatar so anzuheben, daß die Schuhsohle (bzw. der Absatz) zwischen Fuß und Boden paßt. Die eigentlichen Schuhe sind die beiden Objekte. Eins ist der linke Schuh, das andere der rechte. Und die Alpha-Maske dient dazu, die Teile der Füße unsichtbar zu machen, die ansonsten störend sichtbar wären. Bei älteren Sandalen oder Pumps kann es passieren, daß die Füße ganz verschwinden, weil in den Schuhen selbst schönere Füße enthalten sind. Die bekommen dann aber nicht die Skin, die der Avatar trägt, also können sie nur mit langen Hosen getragen werden.

Nicht den Shape vergessen

Ein wichtiger Teil der Individualisierung des Avatars ist der Shape, der die Form des Avatars bestimmt, also Körpergröße, Muskulatur, Schuhgröße, Kopfform, Gesichtsform usw. Mitunter ist das schon deshalb notwendig, weil der Avatar so, wie er ist, häßlich wie die Nacht oder gar in den Proportionen völlig unrealistisch ist. Andererseits schrecken User häufig davor zurück, den Shape zu bearbeiten, wenn sie die vielen Kategorien mit jeweils etlichen Einstellmöglichkeiten sehen.

Wer partout nicht seinen Shape einstellen will, kann sich gerade auf älteren Freebie-Sims nach fix und fertigen Shapes umsehen. Es gibt sogar Boxen mit realistisch proportionierten Shapes, die echten Menschen nachempfunden sind.

Falls man sich doch ans individuelle Einstellen des Shape machen will, habe ich ein paar Ratschläge.

Zunächst einmal sei Umsteigern aus Second Life davon abgeraten, den Shape so einzustellen, wie sie es in Second Life gewohnt sind: gnadenlos überdimensioniert. Das hat zwei Gründe:

Zum einen werden Größen bei Avataren in Second Life kleiner dargestellt als bei Objekten. Avatare sind immer 15 cm kleiner, als was die Körpergröße im Shape angibt. Wenn man einen Avatar auf 1,80 m einstellt, ist er tatsächlich nur 1,65 m groß. In OpenSim wird die Avatargröße dagegen korrekt eingestellt. Ein auf 1,80 m eingestellter Avatar ist 1,80 m groß, und ein auf 2,50 m eingestellter Avatar ist tatsächlich 2,50 m groß.

Zum anderen gibt es in OpenSim die Avatar-Gigantomanie nicht, die in Second Life grassiert. Da ist die normale Größe für männliche Avatare inzwischen bei im Shape eingestellten 2,70 m angekommen, und wer seinen Shape sogar nur auf 2,40 m einstellt, ist schon kleinwüchsig. Wenn man hingegen in OpenSim auf eine Party geht mit einem Avatar, der nach Second-Life-Standards eingestellt und 2,70 m groß ist, ist man meistens der mit Abstand größte Avatar zwischen viel, viel kleineren Avataren. Das liegt nicht daran, daß alle anderen Zwerge oder Tinies sind, sondern man selbst ist der unrealistische Riese.

Anders gesagt: Wenn man seinen Shape auf 2,70 m einstellt, ist man in Second Life ein 2,55-m-Avatar unter 2,55-m-Avataren. In OpenSim ist man tatsächlich ein 2,70-m-Avatar – unter Avataren, die ansonsten weit überwiegend noch unter 2 m sind.

Es gibt in OpenSim an einigen Orten sogar einigermaßen realistisch große Gebäude. Typische Second-Life-Avatare – insbesondere männliche – können diese überhaupt nicht betreten, weil sie nicht durch die Türen passen.

Aber auch bei anderen Einstellungen sollte man vorsichtig sein. Generell sind Extreme doof. Bei einem männlichen Avatar die Schulterbreite, alle Muskelregler usw. auf 100% zu schieben, ist nicht badass, sondern lächerlich. Und Frauen, bei denen die Hüfte dreimal so breit ist und fünfmal soviel Umfang hat wie die Taille (also ca. 140-30-150), sind nicht sexy, sondern unglaubwürdig. Noch schlimmer, wenn auf den Schultern dann auch noch ein vergleichsweise winziger Kopf sitzt, der beim Mann problemlos in den Oberarm oder bei der Frau problemlos in eine Brust oder in eine Pobacke paßt.

Man sollte sich also schon über menschliche Proportionen informieren. Der Kopf sollte ungefähr ein Achtel der Gesamtgröße ausmachen. Die Hüfte gehört auf halbe Körperhöhe, also Beinlänge 50% ± nur ein ganz kleines bißchen. Der Abstand zwischen den Augen sollte in etwa der Breite eines Auges entsprechen, und der Mund sollte ungefähr so breit sein wie zwei Augen, so daß die Mundwinkel unter den Pupillen liegen.

A propos Mund: Überdimensionale Fischlippen bei Frauen, die zusammen so hoch sind wie der Mund breit und aussehen, als wäre da nicht Botox gespritzt worden, sondern Fensterkitt, haben wir schon oft genug gesehen, um nicht zu sagen, zu oft. Hübsch ist anders.

Outfits

Das Aussehen des Avatars kann man praktischerweise in sogenannten Outfits abspeichern und so wieder aufrufen. Frauen dürften das eher brauchen als Männer. Frauen benutzen ihre Avatare ja gern als „Anziehpuppen“ und probieren daran alle möglichen Klamotten aus; so können sie sich gelungene Aufmachungen als Outfits ablegen, falls sie diese später wieder brauchen sollten. Männer hingegen neigen eher dazu, mit möglichst geringem Aufwand ihrem Avatar ein und genau ein annehmbares Aussehen zu verpassen. Wenn es ihnen gefällt, dann wird es nie wieder verändert. Styling ist unmännlich. Aber es gibt ja auch Dressmen, und es gibt auch weibliche Avatare, die immer gleich aussehen; letztere geraten leicht unter Verdacht, weibliche Alts von Männern zu sein.

Wenn der Avatar dann fürs erste fertig ausgestaltet und individualisiert ist, kann es endlich richtig losgehen. Wie, das erfahrt ihr im nächsten Teil.

#OpenSim #FürAnfänger #FürSecondLifeUmsteiger #Einstieg

 
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from Aus Hypergrid und Umgebung

Im ersten Teil dieser Reihe ging es darum, sich einen Viewer für OpenSim zu installieren, sich ein Grid auszusuchen und einen Avatar anzulegen. Aber damit sind die Schwierigkeiten für den Einsteiger mitnichten vorbei.

Nun hat man also seinen Avatar und hat sich auch erstmals ins Grid eingeloggt. Da steht man also in einer noch völlig fremden virtuellen Welt und weiß nicht, was man tun soll. Gute Grids haben eine einigermaßen informative Landesim, auf der auch ganz neue Avatare erstmals landen.

„Informativ“ heißt aber, sie informieren darüber, was es im Grid so zu finden gibt, inklusive Teleportern zum Anklicken. Als Newbie, vor allem als jemand, der nicht aus Second Life kommt, weiß man aber noch nicht einmal, was das zu bedeuten hat, geschweige denn, daß man die Schilder anklicken und sich damit teleportieren kann. In-World-Tutorials sind extrem selten, und wenn, muß man seinen Avatar auch erst dahin bewegen können. Den Komfort, den Second Life einen bietet, wo neue Avatare direkt in ein Steuerungstutorial geworfen werden, gibt es in OpenSim nirgendwo, auch weil es keine speziellen Landeplätze für neue Avatare gibt.

Also muß man von sich aus herausfinden, wie man den Avatar steuert. Wenn es dazu überhaupt Dokumentation gibt, dann allenfalls bei den Viewer-Anbietern. Zum Glück bedienen sich die meisten Viewer sehr ähnlich und sind in der Tastaturbelegung ähnlich, weil angelehnt an den offiziellen Second-Life-Viewer.

Den Avatar bewegen

Herumlaufen wird man intuitiv lernen, da wurde das Rad nicht neu erfunden. Das läuft über die Cursortasten bzw. über WASD.

  • bzw. W = vorwärts laufen
  • bzw. S = rückwärts laufen (standardmäßig dreht sich der Avatar dabei vorübergehend um und läuft vorwärts; in einigen Viewern kann das abgeschaltet werden)
  • bzw. A = links drehen
  • bzw. D = rechts drehen

Das läßt sich wie gehabt auch kombinieren, um Kurven zu laufen.

Alternativ kann man den Avatar mit der Maus lenken. Man klickt den Avatar mit links an hält die Maustaste gehalten. Dann kann man mit den Cursortasten bzw. WASD laufen und den Avatar mit Mausbewegungen lenken bis darauf, daß man mit A/D bzw. den Cursortasten nach links und rechts den Avatar nicht mehr dreht, sondern seitwärts läuft.

Wiederum alternativ kann man den Avatar komplett mit der Maus steuern: Man hält die linke Maustaste auf dem Avatar und klickt zusätzlich rechts, dann läuft der Avatar vorwärts los, und man kann ihn mit der Maus lenken.

Mit Springen wird es dann schon schwierig. Erfahrene Gamer werden intuitiv versuchen, mit der Leertaste zu springen. Das klappt aber nicht. Denn:

  • E bzw. Bild auf = springen
  • C bzw. Bild ab = hocken
  • Strg+Alt+S = auf dem Boden sitzen bzw. wieder aufstehen

Man kann auch seitwärts laufen.

  • Shift+ bzw. Shift+A = nach links laufen
  • Shift+ bzw. Shift+D = nach rechts laufen

Auch das läßt sich mit den Tasten zum Vorwärts- und Rückwärtslaufen kombinieren, so daß man im 45°-Winkel schräg läuft.

Rennen geht auch. Dafür schaltet man entweder den Rennmodus ein, in dem man immer rennt, statt zu gehen. Oder man rennt vorübergehend, indem man die jeweilige Taste zum Laufen zweimal hintereinander drückt und erst beim zweiten Mal hält:

  • Strg+R = Rennmodus an/aus
  • bzw. 2×W = vorwärts rennen
  • bzw. 2×S = rückwärts rennen
  • Shift+2× bzw. Shift+2×A = nach links rennen
  • Shift+2× bzw. Shift+2×D = nach rechts rennen

Sofern Fliegen da erlaubt ist, wo man sich gerade aufhält, kann man auch fliegen.

  • Pos1 bzw. F = Flugmodus an/aus
  • E bzw. Bild auf = aufwärts
  • C bzw. Bild ab = abwärts
  • Bild auf = Flugmodus an (muß in den Einstellungen aktiviert werden)
  • Bild ab = Flugmodus aus (muß in den Einstellungen aktiviert werden)

Die Leertaste ist übrigens nicht funktionslos. Wenn man sich bewegt und dabei die Leertaste hält, bewegt man sich langsamer.

Kamerasteuerung

Die Kameraperspektive ist variabel und kann sowohl per Maus als auch per Tastatur gesteuert werden. Wenn die Kameraperspektive ein- oder ausgezoomt wird, bleibt das erhalten, wenn man wieder läuft. Ist die Kamera verdreht, wird sie wieder in die ursprüngliche Position zurückversetzt, sobald man anfängt zu laufen.

Die Tastatursteuerung sieht so aus:

  • Esc = ursprüngliche Kameraposition inkl. Zoom
  • Alt+ bzw. Alt+A = Kamera schwenkt nach links
  • Alt+ bzw. Alt+D = Kamera schwenkt nach rechts
  • Alt+ bzw. Alt+W = einzoomen
  • Alt+ bzw. Alt+S = auszoomen
  • Strg+Alt+ bzw. Strg+Alt+W = Kamera schwenkt nach oben
  • Strg+Alt+ bzw. Strg+Alt+S = Kamera schwenkt nach unten

Mit Shift+Strg+Alt und den Cursortasten bzw. WASD kann die Kamera verschoben werden.

Wenn man sitzt, steuern Cursortasten und WASD übrigens immer die Kamera, die auch dann noch so stehenbleibt, wenn man aufgestanden ist und bis man Esc drückt oder läuft.

Auch mit der Maus kann die Kamera manipuliert werden. Hält man Strg gedrückt, klickt auf etwas und bewegt die Maus, schwenkt man die Kamera um den angeklickten Punkt. Hält man Alt gedrückt und klickt auf etwas, zoomt die Kamera sofort darauf ein. Mit vertikaler Mausbewegung kann man weiter ein- oder wieder auszoomen, mit horizontaler Mausbewegung schwenkt man. Vorwärts, rückwärts und zur Seite bewegen kann man die Kamera mit Shift+Strg, und mit Shift+Strg+Alt kann man sie in der Höhe bewegen.

Mouselook

Alternativ zum oben Genannten kann die Perspektive, die ja normalerweise Third Person von hinten in über drei Metern Höhe ist, auf First Person umgeschaltet werden, so daß man die Welt buchstäblich mit den Augen des Avatars sieht. Das nennt sich Mouselook, denn es wird primär über die Maus gesteuert. Aktiviert bzw. deaktiviert werden kann Mouselook grundsätzlich:

  • mit M (aktiviert und deaktiviert Mouselook)
  • durch extremes Einzoomen mit dem Mausrad (aktiviert Mouselook) und Auszoomen (deaktiviert Mouselook wieder)

Die Steuerung des Avatars entspricht der, wenn man den Avatar mit der linken Maustaste gedrückt hält, d. h. mit A/D bzw. den Cursortasten nach links und rechts dreht man den Avatar nicht – das macht man mit der Maus –, sondern man läuft seitwärts bzw. schräg.

Sonstige interessante Shortcuts für den Anfang

  • Strg+I = Inventar
  • Strg+M = Karte
  • Strg+O = Aussehen
  • Strg+T = Unterhaltungen (lokaler Chat, Instant Messaging, Verwaltung von Freunden und Gruppen etc.)
  • Shift+Strg+H = sofortiger Teleport nach Hause (an den Punkt, den man als „Zuhause“ definiert hat, bzw. auf die Landesim, wenn man das noch nicht getan hat)

Teleportieren und Hypergridden

Sowohl Teleportieren als auch Hypergridden geht am besten über die Karte (Strg+M). Grundsätzlich funktioniert es so, daß auf der Karte ein Ziel gewählt wird, erkennbar am kleinen roten Kreis, und man sich per Klick auf „Teleport“ an diesen Ort begibt.

Innerhalb des Grid, in dem man sich gerade befindet, geht das rein grafisch. Man kann die Karte mit der Maus verschieben und mit dem Mausrad ein- und auszoomen, man kann Orte auf der Karte anklicken – auch in anderen Sims als die, in der man sich befindet – und sich dann dorthin teleportieren. Das Teleportieren per Maus geht auch, indem man eine Stelle auf der Karte doppelklickt.

Alternativ kann man auch gezielt andere Sims mit ihrem Namen ansteuern. Die Karte hat ein Eingabefeld, in dem man den Namen der Sim oder auch nur einen Teil eingeben und dann danach suchen kann. Darunter wird dann eine Liste der Sims gezeigt, die zum eingegeben Namen oder Namensteil passen. Davon klickt man die gewünschte an und dann auf „Teleport“, oder man doppelklickt die gewünschte. Schon ist man da. Das funktioniert aber nur im aktuellen Grid.

Eine dritte Methode ist, gleich die komplette Hop-Adresse ins Eingabefeld zu kopieren. Hop-Adressen bekommt man z. B. in OpenSimWorld, mitunter auch in OpenSim-Foren, wenn da etwa eine Sim vorgestellt wird oder jemand etwas Interessantes gefunden hat. Die kann man kopieren, ins Eingabefeld neben der Karte einfügen und dann nach der Sim suchen. Wenn sie gefunden wird, kann man sich auf die Sim teleportieren.

Letztere Methode ist übrigens die praktikabelste, wenn man hypergridden will, also sich in andere Grids begeben. Und von den genannten Methoden ist sie die einzige, die funktioniert. Am ehesten funktionieren ansonsten noch Teleporter in-world, wenn jemand so etwas aufgebaut hat …

… und Landmarken. Landmarken sind im Grunde genommen Lesezeichen für Orte in OpenSim. Die kann man sich abspeichern, um interessante Orte wiederzufinden, und man kann sie mit anderen Avataren teilen. Einige Sims geben einem automatisch eine Landmarke, oder es gibt ein Objekt, das man anklicken kann, um eine vorgefertigte Landmarke zu bekommen.

Wenn man sich dann sicher bewegen kann, ist es Zeit, mit diesen Fähigkeiten etwas anzufangen und sich zunächst vor allem um den Avatar zu kümmern. Darum geht es im nächsten Teil.

#OpenSim #FürAnfänger #FürSecondLifeUmsteiger #Einstieg

 
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from Aus Hypergrid und Umgebung

Ein Thema, das seit jeher entweder nur sehr stiefmütterlich oder überhaupt nicht behandelt wird, ist der Einstieg in OpenSim für totale Neulinge. Dazu zählen auf eine Art auch Umsteiger aus Second Life, die erst einmal umdenken müssen.

Natürlich gibt es einiges an OpenSim-Anleitungen und -Tutorials, aber die sind nur für die Serveranwendung OpenSimulator selbst und damit für Endnutzer ungeeignet. Das heißt, eigentlich sind sie sogar verwirrend, denn Neulinge glauben natürlich, sie müssen sich erst „OpenSim installieren“. Als Second-Life-Veteran hat man sich ja auch „Second Life installiert“, wobei „Second Life“ in diesem Fall den offiziellen Viewer meint. OpenSim hat aber keinen gleichnamigen offiziellen Viewer, was man als Neuling natürlich nicht unbedingt weiß.

Wer sich also trotzdem durch so ein Tutorial gekämpft hat, sitzt nach einer gefühlten Ewigkeit da mit einem aufwendig installierten und konfigurierten privaten OpenSim-Grid – weiß aber nicht, wie das jetzt genutzt werden soll. Ein typisches Tutorial kommt erst an dieser Stelle an den Punkt, wo man sich einen Viewer herunterladen, installieren und konfigurieren soll, um das eigene Grid auch nutzen zu können. Für Neulinge müßte der Punkt Viewer-Installation eigentlich der erste sein, und alles davor, alles, was mit der Installation und Konfiguration von OpenSim selbst zu tun hat, ist in diesem Stadium mehr als unnötig.

Am Anfang steht die Qual der Wahl

Anfangen sollte man ganz woanders. Bevor man sich sein eigenes Grid aufsetzt, wenn überhaupt, sollte man sich erst mit der Welt von OpenSim vertraut machen. Das gilt ganz besonders, wenn man eben nicht vorher in Second Life war. Und das kann man sehr viel besser in schon existierenden öffentlichen Grids.

Um das zu können, braucht man zweierlei:

  • einen Avatar
  • einen OpenSim-kompatiblen Viewer

In dieser Hinsicht ist OpenSim ähnlich wie E-Mail: Man hat die Qual der Wahl und bekommt nicht alles vorgekaut.

Zum Verständnis der Begrifflichkeiten siehe auch meinen ersten Grundbegriffe-Post.

Der Viewer

Der Viewer entspricht in diesem Vergleich dem E-Mail-Client mit dem Unterschied, daß kein Betriebssystem einen OpenSim-Viewer schon vorinstalliert hat. Es gibt da einiges zur Auswahl, aber wie auch bei E-Mail gibt es eine generelle Empfehlung, die den meisten Nutzern passen dürfte. Für E-Mail ist das der Thunderbird – für OpenSim ist das der Firestorm Viewer. Der wird am besten unterstützt und ist cross-platform.

Beim Download des Firestorm muß man allerdings aufpassen: Es gibt jeweils Versionen, die nur mit Second Life funktionieren, und solche speziell für OpenSim, die mit Second Life nur eingeschränkt funktionieren. Für OpenSim braucht man natürlich eine von letzteren; die Second-Life-Versionen sind da unbrauchbar. Dann muß man noch darauf achten, die richtige Version fürs eigene Betriebssystem zu wählen.

Das Grid für den Avatar

Nun braucht man noch einen Avatar. Den muß man auf einem Grid registrieren. In der E-Mail-Analogie entspricht der Avatar dem E-Mail-Konto und das Grid dem Mailprovider, bei dem man sich ein Konto anlegt. Auch der wird einem nicht vorgekaut. In OpenSim kommt aber erschwerend noch hinzu, daß man meist erst wirklich erfährt, wie gut ein Grid ist, wenn man schon einen Avatar hat und in der Welt von OpenSim unterwegs ist, denn da trifft man noch am ehesten Leute an, die wissen, wo es gut ist und wo nicht, und kann dahingehend auch eigene Erfahrungen machen.

Generelle Empfehlungen für alle gibt's hier nicht. Das Gmail von OpenSim ist ganz klar das OSgrid, das mit Abstand am größten ist und mit Abstand die meisten Nutzer hat. Okay, es hat nichts mit Google zu tun, aber auch da gehen viele hin, weil sie sich nicht entscheiden können und einfach das wählen, was „alle“ wählen. Außerdem ist das OSgrid die technische Referenz, gegen die vor allem der Firestorm gebaut wird, und rollt neue Features schon früh aus.

Allerdings sollte man als Nutzer im deutschsprachigen Raum der Performance halber nicht gerade ein Grid nutzen, das in Übersee gehostet ist. Außerdem haben Grids aus dem deutschsprachigen Raum auch viel eher etwas, das den Namen „deutschsprachige Community“ verdient. Meine Empfehlung wäre eher, sich da umzugucken. Ein Ansatzpunkt wäre die Liste der populärsten Grids auf Hypergrid Business. Wenn man noch keine Grids kennt, sollte man auf die Top Level Domain achten; .de ist am eindeutigsten, aber auch nach .eu kann man gucken. Außerdem ist dringend zu empfehlen, ein Grid zu wählen, das im Hypergrid ist, damit man nicht auf diesem einen Grid „eingesperrt“ ist. Ob ein Grid im Hypergrid ist oder nicht, ist ersichtlich aus der Hypergrid-Business-Liste der aktiven Grids; die meisten sind es aber.

Es empfiehlt sich immer, sich den Webauftritt des jeweiligen Grid anzusehen. Daraus kann man mitunter erkennen, ob es da wirklich so etwas wie eine Community gibt und das Grid überhaupt noch gepflegt wird. Einige Grids sind thematisch spezialisiert, darauf sollte man auch achten. Sich auf einem Grid mit Gor als Thema zu registrieren, wenn man mit Gor nichts am Hut hat (das lernt ihr noch früh genug, was das ist), ist sinnlos, ebenso, sich auf einem Furry-Grid zu registrieren, wenn man kein Furry ist. Bei Grids mit einer .eu-TLD sollte man auch überprüfen, ob man die „Amtssprache“ des Grid versteht – Astralia z. B. ist italienisch, während Offworld tatsächlich deutsch ist. Auch hinter neutralen TLDs verbergen sich europäische oder gar deutsche Grids, so ist Craft-World italienisch, aber polyglott. Im übrigen erlauben auch nicht alle Grids das Registrieren neuer Avatare.

Und es gibt noch mehr Fallstricke, vor denen man gewarnt sein sollte. Metropolis ist beispielsweise auch ein deutschsprachiges Grid, das älteste und mit Abstand größte seiner Art. Aber wer es kennt und nicht dafür arbeitet, ist sich einig, daß dieses einstmals mächtige und bedeutende Grid den Eindruck macht, einen langsamen Tod zu sterben. Noch dazu sind viele sehr vorsichtig, seit es vor nicht allzu langer Zeit einen Datenverlust gegeben hat, dem die Inventare aller Avatare zum Opfer gefallen sind. Generell ist das ganze Grid inzwischen sehr buggy. Die Größe täuscht: Ein erheblicher Teil der Landfläche kommt von gigantischen Varsims, die mitunter weder bebaut noch nutzbar sind, und die meisten Avatare sind Karteileichen von Leuten, die, wenn sie noch aktiv sind, längst in andere Grids umgezogen sind.

Anderes Beispiel: Anettes Welt scheint schon seit Jahren nur noch im Wartungsmodus zu laufen. Es verwendet eine uralte OpenSim-Version und unterstützt kein Bake-on-Mesh. Das ist schade, denn es gibt da eine bemerkenswerte Shopping-Doppelsim (hop://anettes-welt.de:8002/Atlantis/175/250/23, hop://anettes-welt.de:8002/Atlantis1/175/29/23). Wieder andere Grids haben auf die eine oder andere Art zweifelhafte Führungsstile.

Wenn’s hart auf hart kommt, kann man natürlich immer einen neuen Avatar mit derselben Identität auf einem anderen Grid anlegen. In OpenSim kann man im Prinzip beliebig viele Avatare haben. Aber dann hat man immer den Aufwand, den neuen Avatar mit dem Inventar des alten Avatars auszustatten, sofern die Sachen übertragbar sind, die nicht übertragbaren Sachen neu zu beschaffen, ihn zu stylen, also womöglich hunderte Outfits neu anzulegen, die ganzen Freundschaften neu zu knüpfen, den ganzen Gruppen, in denen der alte Avatar noch ist, wieder beizutreten, und so weiter. Wenn der alte Avatar schon ein Zuhause in-world hatte, braucht man das natürlich auch neu.

A propos: Es ist auch ein bißchen von Vorteil, auf einem Grid zu sein, das für Gridbewohner kostenlose Parzellen zur Verfügung stellt. Dann kann man seinem Avatar relativ einfach ein Zuhause bescheren, wenn man eins haben will. Aber in deutschsprachigen Grids gibt es das nicht oft, und wenn, wird es meist nicht beworben. Dorenas World beispielsweise hat noch ein paar Parzellen in ruhiger Lage frei (= auf Sims, die OpenSimWorld zum Glück nicht kennt), macht dafür aber keine Werbung und vergibt sie meines Wissens auch nur an Einwohner, die man gut genug kennt. Das heißt, es gibt auch Sims im Hypergrid mit Parzellen für Avatare aus egal welchem Grid; dazu in einem späteren Teil mehr.

Der Name

Zu guter Letzt braucht man natürlich einen Namen für den eigenen Avatar. Da gibt es eins zu beachten: Ein Avatar in OpenSim hat immer einen Vornamen und einen Nachnamen. Im Gegensatz zu Second Life sind das aber beides Freitextfelder. Viele Online-Nicknames, die man normalerweise so hat, werden hier unbrauchbar, wenn sie nur aus einem Wort bestehen.

Wer vorher in Second Life war, kann natürlich seinen Second-Life-Namen benutzen. Allerdings wirkt es ein bißchen komisch, wenn man ohne Not „Resident“ als Nachnamen wählt.

Die letzten Vorbereitungen

Wenn man nun all diese Wahlen getroffen hat, kann man zur Tat schreiten. Zwei Dinge sind ganz zum Anfang zu tun: Zum einen muß man auf die Website des Grid gehen, auf dem man seinen Avatar haben will. Da registriert man sich dann seinen Avatar. Einige Grids bieten übrigens beim Registrieren fertig dekorierte Startavatare an, von denen man sich einen aussuchen kann. Normalerweise startet man nämlich mit „Ruth“, dem Ur-Avatar auf dem Stand von 2007 mit einer aus dem Kopf ausgestülpten braunen Unisex-Vokuhila-Frisur, einem grauen Layer-Oberteil und einer roten Layer-Hose.

Zum anderen muß man sich den Viewer installieren, was aber eigentlich kein Hexenwerk sein sollte. Wenn der dann installiert ist, naht der Augenblick, auf den man gewartet hat: der erste Eintritt in die virtuelle Welt.

Dafür muß der Viewer dreierlei haben: erstens den Namen des Avatars, zweitens dessen Paßwort und drittens das Grid, auf dem der Avatar registriert ist. Einige Grids, die nicht zu jung und/oder zu obskur sind, sind zumindest im Firestorm schon eingetragen, die kann man also in der Login-Leiste unten direkt aus dem Menü auswählen.

Fehlt das eigene Grid, kann man es nachträglich eintragen. Dazu besorgt man sich die komplette Adresse des Grid, idealerweise mit Portnummer. Die oben verlinkte Liste auf Hypergrid Business enthält die jeweiligen Hypergrid-Adressen der aufgeführten Grids. Dann geht man im Firestorm zur Menüleiste oben, auf ViewerEinstellungen und in den Einstellungen auf OpenSim. Da gibt es ein Feld, das beschriftet ist mit Neues Grid hinzufügen. Da setzt man die Hypergrid-Adresse des eigenen Grid ein und klickt auf Anwenden. Der Firestorm sollte dann das Grid in die Liste aufnehmen. Die Einstellungen werden dann noch mit OK geschlossen, und schon kann man unten in der Login-Leiste das Grid auswählen.

Wenn nun Avatarname und Paßwort eingegeben sind und das Grid ausgewählt ist, braucht man nur noch auf Anmelden klicken …

… und schon ist man zum ersten Mal in der Welt von OpenSim.

Es empfiehlt sich, sich das Datum zu merken oder aufzuschreiben. Das ist dann nämlich der In-World-Geburtstag, auch „Rezztag“ genannt. Einige Nutzer, die nicht mehr ihren ersten Avatar verwenden, aber die Identität nie geändert haben, geben als ihren Rezztag übrigens weiterhin den ihres ersten Avatars an. Also sollte man dieses Datum gerade beim ersten Avatar nie vergessen.

Weiter geht’s in der nächsten „Folge“ mit der Handhabung.

#OpenSim #FürAnfänger #FürSecondLifeUmsteiger #Einstieg

 
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from Aus Hypergrid und Umgebung

Man liest es ja immer wieder: Dies und das ist „gecopybottet“. Gemeint ist damit immer, daß es sich jemand unrechtmäßig angeeignet hat – will sagen, unter Umgehung eigentlich bestehender Beschränkungen. In OpenSim wird es gern synonym verwendet für „aus Second Life geklaut“, allerdings trifft das sehr häufig auch zu.

Aber was bedeutet das nun genau?

Erklärung

„Copybotting“ kommt von „Copybot“. Ein Copybot ist ein spezieller Client für Second Life und/oder OpenSim, dessen Kernfeature ist, daß er das Rechtesystem aushebelt. Was mit normalen Viewern nicht kopiert werden darf, können Copybots trotzdem kopieren. Was mit normalen Viewern nicht modifiziert werden darf, können Copybots beim Kopieren trotzdem modifizieren – und zwar bis hin zum Ändern des Erstellereintrags, was eigentlich God Mode benötigt. Und so weiter. Es gibt auch Viewer, die die Funktionalität von Copybots eingebaut haben für diejenigen, die sich nicht mit Bots befassen wollen und/oder können.

Das Ganze funktioniert im Prinzip so: Ein Viewer stellt ja das, was er findet, auf dem Bildschirm dar. Ein Copybot wendet exakt dieselbe Technik an, um exakt dieselben Sachen „darzustellen“ – aber im Inventar des Avatars, der ihn gerade nutzt. Das heißt, der Copybot kopiert nicht die Inhalte selbst. Statt dessen sieht er sich an, wie sie aufgebaut sind, und baut sie dann Stück für Stück nach.

Damit kann er natürlich das komplette Rechtesystem umgehen, denn beim Darstellen auf dem Bildschirm greift das Rechtesystem ja auch nicht. Wenn es irgendwie dargestellt werden kann, kann es auch gecopybottet werden. Teil der Fähigkeiten von Copybots ist obendrein, alles auf einmal kopieren zu können, was sich auf einer Sim befindet.

Ich verwende hier absichtlich den in der Second-Life-Sprache veralteten Begriff „Sim“, denn das Problem betrifft nicht nur Second Life. Eigentlich sagt man in Second Life ja „Region“. Aber eine Region ist immer 256×256 Meter groß, und OpenSim hat Varsims, die sich aus mehreren Regionen zusammensetzen, sich dann aber handhaben lassen wie eine einzige Region, also ohne Regionsgrenzen alle 256 Meter.

Ein Copybot auf einer Varsim räumt dabei nicht nur das Gebiet ab, das einer Region entspricht. Im Gegenteil: Auf einer 4×4-Varsim kann er den Inhalt von 16 Second-Life-Regionen auf einmal kopieren. Auf einer 6×6-Varsim nimmt er 36 Regionen mit und so weiter.

Copybots können aber noch weiter gehen: Sie können auch die Inventare anderer Avatare nachbauen, also „kopieren“. Beliebiger Avatare. Also auch dann, wenn ein Avatar niemanden an sein Inventar heranläßt.

Möglichkeiten über normale Viewer hinaus

Wie gesagt: Nichts im Rechtesystem von Second Life oder OpenSim kann einen Copybot aufhalten. Ein Copybot umschifft alle Beschränkungen, auch no-copy und no-modify. Für einen Copybot ist alles full-perm, alles erlaubt und natürlich alles kostenlos. Copybots können schon lange auch in Inventare anderer Avatare eindringen und diese komplett mitnehmen. Ich wage zu behaupten, daß Copybots inzwischen auch schon in Vendors und Boxen eindringen und die mitsamt Inhalt mitnehmen können.

Mit einem normalen Viewer kann man Objekte auch nur einzeln kopieren. Ein Copybot – eben auch einer, der in einen Viewer eingebaut ist – kann, wie gesagt, alles auf einer Sim auf einmal kopieren. Das heißt, es wird nicht ruckzuck mit einem Handstreich kopiert. Das dauert seine Zeit und verursacht währenddessen immens viel Last auf dem Server.

Was Copybots auch noch ermöglichen, ist, Inhalte aus dem jeweiligen Grid komplett zu exportieren. In OpenSim geht das an sich, aber nur, wenn die Rechte entsprechend gesetzt sind. In einigen Grids im Hypergrid gibt es durchaus Dinge, die nicht aus dem Grid mitgenommen werden können. In Second Life geht es an sich überhaupt nicht. Mit Copybots geht es ohne jegliche Einschränkungen – auch aus Second Life heraus.

Dabei müssen Copybots nicht zwingend ständig mit einem Avatar verbunden sein, der dann auch auf einer bestimmten Sim ist. Es scheint auch Copybots zu geben, die z. B. Sims überwachen und von jedem Avatar, der auf die Sim kommt, jeweils automatisch das komplette Inventar copybotten.

Hinzu kommt, daß man mit einem Copybot-Viewer in der Lage ist, die Identität des Erstellers beliebig zu ändern. Wenn es nicht gerade reine Prim-Konstruktionen sind, müssen Copybots das auch, denn dann können sie die Identität des Erstellers nicht automatisch übernehmen. Copybots können dabei jeden x-beliebigen Avatar als Ersteller eintragen; standardmäßig tragen sie den Avatar ein, der sie gerade nutzt.

Copybots haben nur eine Grenze: Sie können keine Skripte kopieren. Sie nehmen sehr wohl die Objekte mit, die Skripte enthalten, inzwischen wohl auch sonst mit dem gesamten Inhalt, aber eben ohne die Skripte. Wenn man die nicht händisch kopieren kann, also bearbeiten und dann copy & paste, wird man sie nachbauen oder nachbauen lassen müssen.

#OpenSim #FürAnfänger #FürFortgeschrittene #Copybotting

 
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Neses Bilgi Teknolojileri BT Danışmanlık ve Proje Danışmanlığı gibi modeller Uçtan uça tüm ihtiyaçlarınıza profesyonel çözümler sunar. NESES Bilgi Teknolojileri Danışmanlığı projelerinin ilk adımı kuruluşların mevcut süreçlerini inceleyip gereksinimlerini belirlemek için “Süreç Analizi” yapmasıyla başlar. İkinci adımda firmanın mevcut ve yeni süreçlerine uygun çözümlerin seçilmesi için bir rapor hazırlanır, uygun yeterlilikteki firma ve ürünler önerilir, teklifler değerlendirilerek “Çözüm Oluşturma” hizmeti sunulur. Üçüncü ve son adım ise projenin hayata geçirilmesine olanak veren “Proje Yönetimi” hizmetinin sunulmasıdır.

Saha Hizmetleri

Kurumsal Analiz (Health Check) Hizmetleri, Bilişim Teknolojileri Bakım Hizmeti, Kurulum, Bakım ve Onarım Hizmetleri, Dış Kaynak Hizmetleri. Neses Bilgi Teknolojileri Alanında uzman kadrosu ile Ağ, Güvenlik, Sunucu ve Veri Depolama başta olmak üzere tüm IT alt yapınız analiz eder ve en uygun şekilde tasarlar. Neses Bilgi Teknolojileri profesyonel ekibi ile Bilişim teknolojileri alanında tüm ihtiyaçlarınıza kurulum, bakım, onarım ve teknik destek sağlar. Neses Bilgi Teknolojileri işletmenize en uygun bakım ve danışmalık hizmet modelini belirleyerek, Proje bazlı veya yıllık bakım anlaşması hizmeti sunar.

BT Ürün Tedarik

Kurumunuzun ihtiyacı olan donanımların ve yazılımların temini için dünyanın önde gelen Bilişim Teknoloji üreticileri ile işbirliği içerisinde tedarik sağlıyoruz. Neses Bilgi Teknolojileri ürün tedarik hizmetleriyle size en uygun son teknolojiyi dünyanın önde gelen Bilişim Teknolojileri üreticilerinden sizler için tedarik etmektedir. Neses Bilgi Teknolojilerinin tedarik ettiği binlerce donanım, yazılım, servis ve ekipmanlarla, iş gücü ve altyapınızı hedeflerinizle uyumlu hale getirir, büyümeyi teşvik eder, iş dönüşümünüzü destekler, yatırımlarınızı korur ve değerini artırır.

BT Eğitim Hizmetleri

Neses Bilgi Teknolojileri olarak alanında uzman ve sertifikalı eğitmenler ile Ağ, Güvenlik, Sistem altyapısı vb. bilişim teknolojileri alanında teknoloji veya ürün özelinde uzaktan & yüzyüze, Teorik veya LAB ortamlarında uygulamalı eğitim hizmeti veriyoruz

Ağ Altyapı Çözümleri

İşletmeniz ağ ve sistem altyapısının sorunsuz çalışması, elektronik ortamda iş süreçlerinizin sağlıklı bir şekilde yürütebilmeniz için en uygun ve güvenilir ağ altyapısını kuruyoruz. Her türlü ağ ve ağ güvenliği cihazların kurulumu alanında uzman ve tecrübeli ekibimiz yaparlar ve periyodik kontroller ile olası sorunların önüne geçilir. Farklı bölgelerdeki şubelerde, mobil işletmeler arasında veya dışarıdan ofis kaynaklarına erişimi en güvenli şekilde sağlamanız için çeşitli ürünler ve çözümler sunuyoruz.

Güvenlik Duvarı Çözümleri

Neses Bilgi Teknolojileri İşletmeler için içeriden ve dışarıdan kaynaklanan güvenlik zaaflarına karşı profesyonel çözümler üretir. İşletmeler için Ağ Güvenlik politikası oluşturur. Alanında uzman kadromuzla müşterilerimize, bilgi sızıntısı engelleme, şifreleme çözümleri ve veri tabanı güvenliği teknolojilerinde üretici bağımsız esnek çözümler ve hizmetler sunuyoruz. Uzman Kadromuz ile iç ve dış ağdan çeşitli senaryolar ve taramalar ile açıkların nereden gerçekleşebileceğiyle ilgili testler yapıyoruz. Log yönetim çözümlerimiz ile logların toplanması, ilişkilendirilmesi, arşivlenmesi, analiz edilerek anlamlı raporlar hazırlanabilmesini sağlıyoruz.

 
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from Sal Cangelosi

Furnace Repair can save you from being cold this winter. For all your HVAC needs in Liberty, look no further than All-Star Service. We are pleased to offer a customer-focused experience whether a repair solves the problem or an entire system replacement is a better fit. Learn more online today.

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At Adams Wildlife Control, we have the experience and skills necessary to safely free your home or business of wildlife. We humanely trap and release nuisance animals, such as raccoons, woodchucks, and squirrels. Learn more about Adams Wildlife Control today at (914) 494-2797.

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from pintoreslogrono

Además de pintar, también ponen a tu disposición un amplio catálogo de especialidades, desde el estuco veneciano (o rústico) a quitar gotelé y alisado de paredes. Además de lacados de puertas y Muebles y otros estucos con efectos de lo más variados (metalizado, envejecido, óxido...). No hay duda de que se tratan todos ellos de tratamientos de excelente calidad que te permitirán mejorar los acabados de tu hogar, oficina o local. No hay más límite que tu imaginación. ¿Tienes alguna duda adicional? ¿Alguna pregunta que debas hacer? En esta página web podrás resolverla muy rápidamente. Te atenderán expertos con muchísimos años de experiencia en el pintado de fachadas, garajes, naves industriales, comunidades... Y por supuesto, viviendas, pisos y casas. Ponte en manos conocedoras de un trabajo como el de pintor, para conseguir que el resultado siempre sea de diez. Y a unos precios muy buenos. Cualquier proyecto de pintura podrá ser realizado por estos estupendos profesionales, que además te asesorarán en la elección de productos y acabados. Todo ello con un presupuesto sin compromiso, para que sepas exactamente cual será el coste de la obra que tengas en mente. Esta es una forma muy buena de decidir si esta empresa de pintores en logroño son los que más te convienen. Confía en la experiencia y formación de estos pintores en logroño que según las valoraciones de los propios clientes que los han contratado, pueden ser considerados como los que mejor relación calidad precio tienen en toda La Rioja. Sin duda, estas reseñas de clientes son un aval suficiente para contratarles, ya que te garantizan unos trabajos profesionales y de la máxima calidad.

 
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from TIGI Hairdressing Academy

Are you passionate about hair, skin, and nails? Have you dreamed of starting a career as a hairstylist, nail artist, or esthetician? TIGI Hairdressing Academy can make that dream a reality with our cosmetology programs. Upon leaving our school, you'll be ready and confident to take on your new career.

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from Herrman & Herrman, P.L.L.C.

Herrman & Herrman, P.L.L.C., serving clients all over Corpus Christi, TX, handles many personal injury cases. Our team of knowledgeable and professionals has over 100 years of experience from defective products to motor vehicle accidents. Schedule an appointment with Herman & Herman today at (361) 400-0061.

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from CunninghamLegal

With a combined 68 years of experience, CunninghamLegal’s attorneys are experts in the areas of estate planning, trust administration, Medi-Cal and VA Benefits planning, Business Law, probate, disability/special needs planning, asset protection, and much more.

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